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Montag, 24. September 2018 Drucken

Kultur

52. Historikertag: Experten warnen vor Neuer Rechten

Rechtspopulisten im Bundestag, antidemokratische Hetze im Netz und auf der Straße: Die Neue Rechte droht die Demokratie auszuhöhlen, warnen Historiker anlässlich ihrer Jahrestagung. Diese beginnt morgen in Münster. „Die öffentliche Präsenz demokratiefeindlicher und antipluralistischer Äußerungen ist deutlich größer als in früheren Jahrzehnten“, sagte der Potsdamer Geschichtswissenschaftler Frank Bösch vor dem 52. Deutschen Historikertag, der sich bis Freitag dem Thema „Gespaltene Gesellschaften“ widmen wird.

Ein Aspekt der Spaltung, zu dem die 3500 Teilnehmer des Historikertags auch in einer Resolution Position beziehen möchten, sei die gewachsene Präsenz antipluralistischer Strömungen, die sich in den Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien, im Internet und auf der Straße zeigten, sagte Bösch. Er ist Vize-Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Die Gewaltbereitschaft von Rechts und die verbale Aggressivität habe „eine neue Dimension erreicht“. Demokraten müssten dagegen ihre Stimme erheben, in einen Dialog treten und der gesellschaftlichen Spaltung ihre moralischen Überzeugungen entgegensetzen. „Dabei sollte man jedoch eine nüchterne Kommunikation wahren“, sagte Bösch. |dpa

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