Handball
Zweibrücker SV 64-Frauen landen Kantersieg bei der TSG Friesenheim
„Es hat heute viel zusammengepasst. Das, was wir uns vorgenommen haben, hat von Anfang an geklappt“, freute sich Lydorf über den ungefährdeten Sieg seines Teams. Angetrieben von den beiden Rückraumspielerinnen Janine Baus und Lucy Dzialoszynski erarbeiteten sich die Gäste früh in der Begegnung ein großes Polster. Nach zehn Minuten stand es bereits 8:2 für die Gäste, die vor allem aus der Distanz zu ihren Toren kamen. „Das war unser Plan, dass wir aus dem Rückraum unsere Chancen suchen und die Abwehr auch etwas rauszulocken“, erklärte Lydorf.
Dzialoszynski war indes überrascht von der schwachen Defensive der Gastgeberinnen. „Wir haben mit etwas mehr Gegenwehr gerechnet“, gab sie nach der Begegnung zu. Auch, nachdem die TSG ihr Spiel in der Defensive umstellte, schlug es wieder und wieder hinter den beiden Torfrauen Laura Topanica und Sally Funke ein. Letztere stand ab der 22. Spielminute zwischen den TSG-Pfosten und war alles andere als begeistert von ihren Vorderleuten. „Da fehlen die Absprache und der absolute Wille und der Biss, bis zur Schmerzgrenze zu gehen. Und die Torhüter stehen alleine auf weiter Flur“, ärgerte sich Funke über fehlende Unterstützung. Doch sie wusste auch, dass sie und Topanica nicht ganz unschuldig an einigen Gegentreffern waren.
Gutes Zweibrücker Tempospiel
Das sah auf der gegenüberliegenden Seite des Feldes ganz anders aus. Die Gäste standen hinten gut und machten es dem TSG-Team schwer, einen freien Wurf zu kreieren. „Wir standen wirklich kompakt“, lobte Dzialoszysnki. Und wenn doch mal ein Angriff der Gastgeberinnen durch die Deckung kam, war zumeist SV-Torfrau Daphne Huber zur Stelle. „Von unseren beiden Torfrauen war das eine gute Leistung“, befand Dzialoszysnki. Die Keeperinnen trugen auch dazu bei, dass der SV 64 ein schnelles Umschaltspiel an den Tag legte. Nach Ballgewinnen ging Zweibrücken ins Tempospiel nach vorne und traf häufig ins Tor. Die Führung gab Lydorfs Team nicht mehr aus der Hand.
Im Gegenteil. Die Gäste bauten sie weiter aus. Immer wieder nutzten sie Fehler der TSG aus, um zu erhöhen. Vor allem Dzialoszysnki sorgte dafür, dass kein Zweifel am Sieg aufkam. „Sie ist eine unserer wichtigsten Stützen, weil sie alles mitbringt, was die Rückraum-Mitte braucht und sie das auch einsetzt“, lobte Lydorf ihre Torgefahr, aber auch ihre Spielmacherqualitäten. Beides setzte Dzialoszysnki am Samstagabend zum richtigen Zeitpunkt ein, sodass am Ende der Begegnung ein ungefährdeter 40:24-Sieg an der Anzeigetafel stand. So hohe Siege sind auch für die Rückraumspielerin etwas Besonderes. „Wir sind froh, wenn wir mal 30 Tore werfen. Jetzt die 40, das ist für uns schon eine Hausnummer“, bekannte sie.
Am kommenden Samstag müssen Dzialoszynski und Co. wieder auswärts ran, beim HSV Sobernheim. Ganz so einfach dürfte es dort nicht werden, dort wird ohne Harz gespielt. Davon lässt sich eine Spielerin aber gar nicht beeindrucken. „Wir werden den Schwung für die nächsten Spiele mitnehmen“, verspricht Dzialoszynski. Dann jubeln die SV-Damen vielleicht erneut auf fremden Platz.
So spielten sie
TSG Friesenheim: Topanica, (Funke ab 22.) - Heidger (4), Schneider (5), Scheid (2) - Michel, Sulta (6) - Schreyer (4/4) - Tack, Etzel, Schütz, Walburg (3), Kerth
SV 64 Zweibrücken: Huber (Zahm ab 45.) - Baus (10), Dzialoszynski (10), Frank (6) - Hilz (4), Zimmermann (3) - Müller (4) - Bullacher (1), Kiefer (2)
Spielfilm: 2:8 (10.), 6:14 (20.), 11:20 (Halbzeit), 15:28 (40.), 22:33 (50.), 24:40 (Ende) - Zeitstrafen: 1:1 - Siebenmeter: 4/5 - 0/2 - Beste Spieler: Sulta, Schneider - Dzialoszynski, Baus, Huber - Schiedsrichter: Faß/Wallenfels (Ludwigshafen/Otterstadt).