Zweibrücken Zur Sache: Was in den vergangenen sechs Jahren geschah

Placeholder-Image
Oktober 2012

Der Umwelt- und Servicebetrieb räumt die verrosteten Autos vom Schrottplatz und macht Großputz. Mai 2013 Der Stadtrat vergibt den Auftrag zum Abriss des baufälligen Gebäudes auf dem Schrottplatz, das einmal ein Wohnhaus war. November 2013 Die Gaschler Bau- und Entwicklungs-GmbH Neunkirchen hat Interesse am Gelände. Das Unternehmen vermittelt Gewerbe-Immobilien. Zu den Mietpartnern gehören Aldi, Rewe, Wasgau, Edeka, Penny und Rossmann, aber auch Ein-Euro-Läden, die der Ortsbeirat Rimschweiler nicht haben will. Der mittlerweile verstorbene SPD-Vorsitzende Kurt Zahler rät, sich nicht auf eine Firma festzulegen. Es würden weitere Investoren kommen. Sie kamen nicht, Gaschler kam auch nicht. Juli 2014 Niemand ist in Sicht, der auf dem Gelände einen Einkaufsmarkt betreiben will. Die Ideen von behindertengerechten Wohnungen, betreutem Wohnen oder normalen Mietwohnungen kommen auf – und werden im selben Jahr ad acta gelegt. Die Investoren haben abgewunken: Neue Mietwohnungen rentierten sich erst ab einer Miete zwischen zehn und elf Euro. Solche Preise sind nach Angaben der Stadt in Rimschweiler nicht zu erzielen. März 2015 Das Projekt Einkaufsmarkt wird endgültig begraben. Die Investoren standen nicht Schlange, räumt die städtische Wirtschaftsförderung ein. Investoren habe es gegeben, doch die Betreiber seien abgesprungen: Zu klein sei die Fläche, zu groß die Konkurrenz durch die Einkaufsmärkte in Ixheim und Hornbach. Juli 2016 Der Ortsbeirat greift eine alte Idee auf und beantragt bei der Stadt, die Fläche in mehrere kleinere Grundstücke aufzuteilen und diese getrennt als Bauplätze zu verkaufen. Entlang der Vogesen- und der Feldstraße sollen Wohnhäuser erlaubt sein. Der hintere Bereich, also die zweite Reihe, soll weiterhin über eine Zufahrt erreichbar sein, falls sich doch noch etwas ergeben sollte. Dezember 2016/Januar 2017 Der Ortsbeirat hofft weiter auf Wohnhäuser am ehemaligen Schrottplatz. Im Sande verlaufen sind mittlerweile die Ideen, Parkplätze für Wohnmobile einzurichten oder das Gelände in einen Parkplatz für Sportplatz und Kultus-Halle umzubauen – samt Treppe zu Halle und Sportplatz. August 2017 Stadtsprecher Heinz Braun teilt auf Anfrage mit, dass es schwierig sei, auf dem Gelände Wohnhäuser zu erlauben. Der hintere Bereich liege sehr nahe am Sportplatz. Die Stadt befürchtet, dass sich künftige Anwohner irgendwann über den Lärm auf dem Sportplatz beklagen. Aufgeteilt in kleinere Grundstücke ist das Gelände noch nicht. Braun weist darauf hin, dass das rasch passieren kann, wenn jemand ernsthaft Interesse hat. „Da kann man ganz schnell ein passendes Grundstück herausmessen“, so Braun.

x