Zweibrücken Zum Schutz der Schüler: Roter Signalstreifen soll Verkehr in Himmelsbergstraße bremsen

Hier langsam und umsichtig fahren: Seit Montag ist der aufgefrischte rote Streifen ein optischer Warnhinweis für alle, die in de
Hier langsam und umsichtig fahren: Seit Montag ist der aufgefrischte rote Streifen ein optischer Warnhinweis für alle, die in der Himmelsbergstraße fahren.

In der 30er-Zone in der Himmelsbergstraße wird oft zu schnell gefahren. Dadurch werden Schüler gefährdet. Ein dicker, roter Signalstreifen soll Abhilfe schaffen.

Einen großen roten Warnstreifen haben Mitarbeiter des UBZ Ende April am unteren Ende der Himmelsbergstraße in Höhe des Süßwarenlädchens (ehemals „es Schmidtche“) auf das Zweibrücker Kopfsteinpflaster gemalt. „Das wird ein Fahrradüberweg“, scherzte einer der UBZ-Arbeiter auf Nachfrage, was sie da tun. Um dann zu erklären, dass es sich um einen Signalstreifen handele, der dafür sorgen soll, dass besonders Autofahrer langsamer und aufmerksamer fahren. Denn in der ausgeschilderten 30er-Zone komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen an den beiden Schulen.

In der Himmelsbergstraße liegt sowohl die Pestalozzi-Grundschule als auch der hintere Schulhofeingang der Herzog-Wolfgang-Realschule, Standort Wackenstraße. Besonders zur Mittagszeit nach dem Unterricht herrscht deshalb viel Verkehr, haltende und parkende Autos engen die Sicht ein und viele Kinder laufen auf den Gehwegen und ab und zu auch auf der Straße.

Weitere Signalstreifen sind nicht geplant

Laut Steffen Mannschatz, der für den Straßenerhalt zuständig ist, handelt es sich bei dem roten Streifen um eine sogenannte verkehrsrechtliche Anordnung des Ordnungsamtes. Die wiederum gehe zurück auf einen Vorschlag des städtischen Verkehrsausschusses. Laut Mannschatz ist der leuchtend rote Streifen auf dem Kopfsteinpflaster eine Einzelmaßnahme, weitere Signalstreifen seien derzeit nicht geplant.

Mitarbeiter des UBZ bringen am unteren Ende der Himmelsbergstraße einen leuchtend roten Streifen auf dem Kopfsteinpflaster an, d
Mitarbeiter des UBZ bringen am unteren Ende der Himmelsbergstraße einen leuchtend roten Streifen auf dem Kopfsteinpflaster an, der zu vorsichtiger Fahrweise anhalten soll.

„Hier ist es schon oft zu brenzligen Situationen gekommen“, erzählt Nadine Bäcker. Direkt vor ihrem Süßwarenladen in der Himmelsbergstraße 2 könne sie dies besonders an Schultagen fast täglich beobachten. „Gerade morgens zu Schulbeginn und auch um die Mittagszeit nach Schulschluss überqueren an dieser Stelle viele Schülerinnen und Schüler die Straße, weil dort keine Autos parken wie weiter oberhalb meines Geschäfts. Trotz Tempo-30-Zone wird dort viel zu schnell gefahren.“

Das gelte hauptsächlich für Autofahrer, die von der Maxstraße kommend in Richtung Himmelsbergstraße fahren. „Da gab es schon Situationen, wo es knapp war“, sagt Bäcker. Auch Autos, die aus Richtung Berufsschule in die Himmelsbergstraße abbiegen, führen oftmals schneller als erlaubt. Zwar würden in alle Richtungen Tempo-30-Schilder stehen und ein Schild „Achtung! Schulweg kreuzt“. Allerdings würden sich die wenigstens Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten.

Konrektorin von Signalstreifen überzeugt

Auch Angela Mauß, Konrektorin der Pestalozzi-Grundschule, ist mit der Verkehrssituation vertraut. „Das Thema wurde von Eltern an uns herangetragen, die beobachtet haben, dass in der verkehrsberuhigten Zone häufig zu schnell gefahren wird“, berichtet sie. „Der rote Streifen ist jetzt nicht mehr zu übersehen.“ Sie zeigt sich daher erleichtert über die Maßnahme: Der auffällige Streifen erinnere Autofahrer nun jedes Mal daran, rücksichtsvoll zu fahren, insbesondere mit Blick auf die nahe gelegene Grundschule.

Laut den Richtlinien für die Markierung von Straßen dient ein solcher Streifen als gestalterisches Mittel und optische Hervorhebung zur Verkehrsberuhigung bei Zonenanfängen. Laut Stadtsprecher Jens John sei zuvor festgestellt worden, dass die alte rote Markierung, die auf der Straße angebracht war, mittlerweile verblasst war. Sie wurde nun farblich aufgefrischt.

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