Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zahnlose Zweibrücker Löwinnen beim Aufsteiger TV Welling

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Nach zwei Siegen in Serie und einem zuletzt erkennbaren Aufwärtstrend, „hat uns der Fluch bei einem Aufsteiger zu verlieren, mal wieder eingeholt“, war Rüdiger Lydorf, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken, nach der Niederlage am Sonntag beim TV Welling ordentlich bedient. Mit 20:25 (11:11) verlor sein Team.

Bis zur 54. Minute hatte Lydorf die Hoffnung, dass es nicht so ausgehen würde. Kim Pfeifer hatte gerade auf 19:22 verkürzt, „und ich hatte das Gefühl, dass wir das noch drehen können“, sagte Lydorf. Zumindest eine Punkteteilung wie im Hinspiel sah er im Bereich des Möglichen. Die Chancen dazu waren auch da. „Aber wir haben in der Schlussphase allein vier Gegenstöße so schludrig abgeschlossen, dass die Bälle eher Richtung Tribüne flogen“, resümierte der SV-Coach die entscheidenden Szenen.

Welling, im Kreis Mayen-Koblenz gelegen und zuletzt meist weit davon entfernt, in Bestbesetzung zu spielen – zu zwei Spielen war die Mannschaft gar nicht angetreten – schickte gegen Zweibrücken die beste Formation aufs Feld. Lydorf und sein Team hatten das so kommen sehen. „Darauf waren wir ja eingestellt“, meinte er.

Welling entnervt SV-Damen mit extrem langen Angriffen

Dass es nicht reichte, um etwas Zählbares mitzunehmen, hatte mehrere Ursachen: Zum einen die körperlich robuste, langsame, sehr ans Zeitspiel heranreichende, oft diese Grenze überschreitende Spielweise der Gastgeberinnen. Das liegt den Zweibrückerinnen nicht. „Aus Sicht von Welling muss man sagen, das war die richtige Taktik. Das spielen sie sehr abgezockt“, meinte Lydorf. Vor allem, wenn die Schiedsrichter großzügig lange Angriffe zulassen. Die Konzentration im Abwehrverbund aufrecht zu erhalten bis zum finalen Abschluss fällt den Zweibrückerinnen bei dieser Spielweise noch schwer. Kommt es, wie geschehen, zu Ballgewinnen, müssen diese aber auch konsequenter genutzt werden.

Dass der Abschluss in der Gesamtbilanz schwach war, war ein weiteres Problem, einige SV-Leistungsträgerinnen hatten am Sonntag nicht ihren besten Tag erwischt. Das sorgte für viel zu wenig Torgefahr aus dem Rückraum, der an guten Tagen das Prunkstück im SV-Angriff ist. Zu zahnlos präsentierten sich die Zweibrücker Löwinnen vorne. Zum Glück für die Gäste zeigte sich zumindest Annalena Frank gut aufgelegt und deutlich verbessert. Sie traf achtmal und verhinderte mit ihren Toren, „dass die Niederlage nicht sogar noch höher ausfiel“, bilanzierte Lydorf.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zahm, Huber - Baus (1/1), Dzialoszynski (1), Frank (8) - Pfeifer (1), Hilz (1) - Müller (1) - Kiefer (6/4), Zimmermann (1), Bullacher, Schlicker

Spielfilm: 3:1 (6.), 7:5 (16.), 7:8 (20.), 11:11 (Halbzeit), 15:14 (20.), 20:15 (49.), 22.19 (54.), 25:20 (Ende) - Zeitstrafen: 5:4 - Siebenmeter: 5/4 - 5/5 - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Weiler/Bentz (Kandel/Eckbachtal).

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