Zweibrücken Wochenmarkt: „Mehr Stände heißt nicht mehr Kosten“

Sehr geehrter Herr Braun, mit Erstaunen habe ich Ihre Antwort auf meinen Leserbrief zum sogenannten Zweibrücker Wochenmarkt gelesen. Glauben Sie wirklich, dass die Bevölkerung in den umliegenden Orten dem Standbetreiber abnimmt, dass es in Zweibrücken mehr Supermärkte gibt als in anderen Städten (zum Beispiel St. Ingbert, Homburg oder Blieskastel). Auch in diesen Städten gibt es eine große Anzahl von Supermärkten wie Real, Kaufland, Rewe, Netto, Globus sowie den auch in kleineren Ortschaften mittlerweile ansässigen Discountern wie (...) Aldi und Lidl und trotzdem eine Vielfalt an Marktständen. Natürlich gibt es in den Wintermonaten weniger regionale Produkte. Aber auch auf anderen Wochenmärkten gibt es in dieser Zeit saisonale Produkte wie Orangen, Mandarinen oder Ähnliches. Warum ist es in diesen Städten möglich, dass Standbetreiber das ganze Jahr auf den dortigen Wochenmärkten ihre Ware verkaufen und nicht nur saisonal? Auch ich verstehe, dass in der kalten Jahreszeit weniger Betrieb ist als in den Sommermonaten. (...) Diesen Umstand (dass es zu wenige Händler auf dem Markt gibt, Anmerkung der Redaktion) könnte man eventuell, trotz angespannter Finanzlage der Stadt Zweibrücken, mit niedrigeren Standgebühren ändern. Durch mehr Stände kommen auf die Stadt keine zusätzlichen Kosten hinzu, allerdings kämen dadurch wahrscheinlich wieder mehr Besucher auf den Wochenmarkt. Diese Besucher würden auch in den Geschäften Umsatz machen, und somit hätte die Stadt zusätzliche Steuereinnahmen. Da der Alexanderplatz auch so von der Stadt nach Marktende gereinigt wird, kämen auch hier keine weiteren Kosten auf die Stadt zu.