Zweibrücken Wetter 2020: Die Serie der viel zu warmen Jahre hält an

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Trockenheit im April, große Hitze im August, neue Höchstwerte im September und Dezember – auch das Jahr 2020 war wettermäßig betrachtet wieder bemerkenswert. Mit einer Jahresmitteltemperatur von 11,4 Grad war es deutlich zu warm.

Der Januar 2020 war über drei Grad zu warm, Schnee war komplett Fehlanzeige. Am 27. und 28. Januar gab es mit Tief Lolita viel Regen und schwere Sturmböen. Spektakulär: Am 28. Januar gab es dreimal Gewitter, um 11, 13 und 15 Uhr. Der Februar war über vier Grad zu warm, deutlich zu nass, trotzdem schien die Sonne dem Monatssoll entsprechend. Am 10. Februar brachte Orkantief Sabine Böen bis 115 Stundenkilometer und sorgte für Schäden. Mit dem Februar ging der zweitwärmste Winter seit Menschengedenken zu Ende.

Der März war etwas zu warm, normal nass und deutlich zu sonnig. Tief Elli brachte am 5. mit knapp 26 Litern Regen viel Nass. Besonders sonnig war es am 22., die Sonne schien die restlichen Monatstage meist zwischen neun und 13 Stunden. Mit 311 Sonnenstunden war der April der sonnigste April aller Zeiten. Zudem war es der zwölfte zu trockene April in Folge. Bei einer vier Grad zu hohen Monatsmitteltemperatur überwog über weite Strecken sonniges Wetter.

Mai: Mal 25 Grad, mal Eiskörner

Der Mai war etwas zu warm und deutlich zu sonnig und zu trocken. Am 10. war es mit fast 25 Grad beinahe sommerlich. Am 11. zog eine markante Kaltfront durch, inklusive eines Temperatursturzes auf vier Grad. Die Folge: Eiskörner und Schneeregen. Kältere Luftmassen sind im Mai kaum möglich. Der Juni verlief durchwachsen. Er war etwas zu warm, etwas zu trocken und brachte durchschnittlich viel Sonnenschein. Der Juli brachte kein einziges Gewitter, richtig heiß wurde es zum Monatsende mit fast 36 Grad. Der Juli war etwas zu warm, deutlich zu trocken und zu sonnig.

Im August erlebten wir bei maximal 36,1 Grad eine um vier Grad zu hohe Monatsmitteltemperatur bei insgesamt elf heißen Tagen mit mindestens 30 Grad. Der Monatsniederschlag von 74 Litern auf den Quadratmeter fiel an nur acht Tagen, deshalb war es über weite Strecken zu trocken. Am Abend es 11. August zog ein Gewitter mit einem heftigen Regenschauer auf, 27 Liter auf den Quadratmeter fielen in einer Stunde, dazu gab es Windböen bis 80 Stundenkilometer. Der 15. September markierte mit 31,5 Grad einen neuen Hitzerekord für einen September, davor und danach war es mit viel Sonnenschein deutlich zu warm. Im letzten Monatsdrittel wurde es aus Nordwesten deutlich kühler, am 26. war bei knapp zehn Grad Schluss.

Der Oktober 2020 war nicht golden, sondern glänzte durch Regen und wenig Sonne. Lediglich der Monatsletzte ging mit fast neun Sonnenstunden durchweg freundlich vorüber. Für den November verzeichneten die Wetterfrösche etwas zu warmes, deutlich zu trockenes, aber auch zu sonniges Wetter. Richtig Schwung in die Wetterküche brachte der Monatsletzte, als bei minus zwei Grad gefrierender Regen und Eiskörner fielen, welche in der Nacht zum 1. Dezember in Schneefall übergingen und zwei Zentimeter Schnee brachten. Mit dem Dezember stand fest, dass kein einziger Monat 2020 zu kalt ausfiel. Der letzte Monat selbst war deutlich zu warm, etwas zu nass, die Sonne schien deutlich zu wenig. In den höheren Lagen gab es eine weiße Weihnacht mit dünner Schneedecke. In der Nacht zu Neujahr war es bedeckt bei zwei Grad zum Jahreswechsel.