Zweibrücken Weis: Manchmal fehlt einfach die Leidenschaft

Das 1:6 Mitte Oktober gegen Waldalgesheim war die zweite bittere Heimklatsche für Verbandsligist SG Rieschweiler. Hier trifft de
Das 1:6 Mitte Oktober gegen Waldalgesheim war die zweite bittere Heimklatsche für Verbandsligist SG Rieschweiler. Hier trifft der Waldalgesheimer Nik Rosenbaum zum Endstand. Rieschweilers Dennis Becker kommt zu spät. Die erste hohe Heimpleite gab’s beim 0:6 gegen Morlautern.

«RIESCHWEILER». Für die SG Rieschweiler läuft die Saison in der Verbandsliga Südwest nicht berauschend. Nach 18 Spielen liegt die SGR mit 14 Punkten auf Platz 14. Der Abstieg in die Landesliga droht, und die Konkurrenten können in den Nachholspielen noch Punkte holen. Denn von allen Abstiegskandidaten hat die SG die meisten Spiele absolviert.

Mit Platz 14 zur Winterpause ist Trainer Björn Hüther alles andere als zufrieden, denn die Vorrunde lief nicht rund. Wenn man nur drei Siege und fünf Unentschieden bei zehn Niederlagen auf dem Konto stehen hat, kann man getrost von einer schlechten Vorrunde sprechen. „Uns fehlen definitiv einige Punkte, die wir in den bisherigen Spielen liegengelassen haben“, blickt Hüther zurück. Bei seiner Rückschau hat der SGR-Übungsleiter besonders zwei Spiele auf dem Schirm: In Alzey war Rieschweiler beim 1:1 die bessere Mannschaft mit mehr Torchancen, und in Bad Kreuznach hat Rieschweiler eine 3:1- Führung nicht ins Ziel gebracht. In der Nachspielzeit gab’s den Ausgleich zum 3:3. „Das sind vier Punkte, die uns jetzt einfach fehlen.“ „Wir sind vorne im Abschluss oft nicht entschlossen genug, und hinten haben wir immer wieder gepatzt, und dadurch Punkte verloren“, analysiert Hüther. Die Runde begann eigentlich ganz gut, denn nach dem 3:1-Heimsieg zum Auftakt gegen Aufsteiger TSV Gau-Odernheim und dem folgenden Auswärtspunkt beim 0:0 beim derzeitigen Tabellenführer SV Gonsenheim ging es ganz gut los. Doch danach kam der Motor ins Stottern. Nach Niederlagen gegen Aufsteiger Marienborn (1:3) und der Heimniederlage gegen den FK Pirmasens 2 (0:3) folgte das abgebrochene Auswärtsspiel in Fußgönheim, mit der schweren Verletzung von Dylan Sodji als nächster Schock und Rückschlag für die Mannschaft. Nach weiteren Niederlagen, unter anderem die zwei Heimklatschen gegen Morlautern (0:6) und Waldalgesheim (1:6), kam ein Zwischenhoch mit einem 7:0-Sieg gegen Schlusslicht Hauenstein, dem 3:2-Erfolg in Rüssingen sowie einem guten Punktgewinn (0:0) zu Hause gegen Speyer. Doch der Aufwärtstrend hielt nicht an. Die letzten drei Spiele vor der Winterpause (1:2 in Zeiskam, 1:5 und 0:3 zu Hause gegen Gonsenheim und Marienborn) gingen verloren. Die Stimmung in der Winterpause ist wenig berauschend. „Wir haben in vielen Spielen der Hinrunde unter unserem Leistungsvermögen gespielt“, findet Tobias Weis, Mitglied des Vorstandes bei der SGR. „Wir können leistungsmäßig mit vielen Mannschaften in der Verbandsliga mithalten, doch wir haben zu oft leichtfertig Punkte verschenkt. Daher stehen wir tabellarisch im Moment nicht so gut da.“ Was Weis noch kritisiert, ist die manchmal mangelnde Leidenschaft des Teams, die ihm in manchen Spielen aufgefallen ist. „Da ist noch Luft nach oben“, hofft Weis auf eine erfolgreiche Restrunde, in der dann die Punkte zum Klassenerhalt geholt werden können. Für die noch ausstehenden zwölf Spiele hofft Hüther, dass seine Mannschaft bald weiter nach vorne ins gesicherte Mittelfeld vorstoßen kann. „Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir einfach konstanter Leistung auf den Platz bringen“, fordert Hüther. „Das Ziel für die restliche Rückrunde ist schnell formuliert. Wir müssen mindestens vier Mannschaften hinter uns lassen, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wichtig wird sein, wie wir in die ersten Spiele hineinkommen.“ Gleich zum Start nach der Pause hat die SG Rieschweiler in der Verbandsligarunde am Sonntag, 10. März, bei der zweiten Mannschaft des FK Pirmasens eine schwierige Partie vor der Brust. Schließlich liegt der FK Pirmasens mit 28 Punkten derzeit auf Platz sechs der Tabelle. „Diese Partie wollen wir nicht verlieren“, macht Trainer Björn Hüther eine Ansage und hofft auf einen guten Auftakt seiner Truppe.

Björn Hüther, Trainer SG Rieschweiler.
Björn Hüther, Trainer SG Rieschweiler.
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