Zweibrücken
Was die Stadt unternimmt, damit Kinder besser schwimmen lernen
Im Juni, beim kommunalpolitischen Frühschoppen des Turnerjahrmarkts, hatte die Beigeordnete Christina Rauch eine städtische Initiative angekündigt, die Schulkindern mehr Schwimmunterrichtsstunden ermöglichen soll. Auf RHEINPFALZ-Anfrage sagt Rathaussprecher Jens John, dass es mittlerweile einen Runden Tisch zum Thema Grundschulschwimmen gegeben habe. Zu diesem Treffen habe die Beigeordnete Vertreter der Grundschulen und der Geschäftsführung der Stadtwerke eingeladen, die das Hallen- und das Freibad in Zweibrücken betreiben. Auch der Sportreferent der Aufsichtsbehörde ADD habe am Gespräch teilgenommen. Dort seien „erste Bedarfe der einzelnen Schulgemeinschaften erfasst und weitere Lösungsansätze vereinbart“ worden.
„Als erste Maßnahme“, so John, habe man sich beim Runden Tisch auf mehr Zeiten verständigt, die die Schüler im Wasser verbringen. „In Absprache mit den Stadtwerken steht das Hallenbad im Badeparadies für den Schulschwimmbetrieb ab sofort
dienstags bis freitags schon ab 8.30 Uhr zur Verfügung. Damit wurde der verfügbare Zeitkorridor an diesen Tagen bereits erweitert.“
Mehrere Becken zeitgleich nutzen
Zurzeit, so der Stadtsprecher, werde „an einer effizienteren Nutzung des Hallenbades“ für den Schulsport gefeilt. Daher würden jetzt exakte Angaben benötigt, wann genau von welcher Schule das Schwimmer- und wann das Nichtschwimmerbecken gebraucht wird. „Zusätzlich wird die Bündelung von Wasserzeiten vorbereitet, damit Schulen auf Wunsch in mehreren Unterrichtsstunden am Stück schwimmen können. Das erhöht die Übungszeit pro Termin und verbessert den Lernerfolg.“ Mehrere Klassen könnten dann zeitgleich in verschiedenen Becken den Schwimmunterricht besuchen. Man habe alle Schulen um Angaben zu den gewünschten Tagen und Uhrzeiten gebeten, zur Anzahl der Gruppen und darüber, ob man lieber mehrere Schwimmstunden am Stück haben möchte und in welchen Becken unterrichtet werden soll.
Diese Wunschlisten sollen bei einem zweiten Runden Tisch besprochen werden, zu dem wiederum alle Grundschulen und Verantwortlichen ihre Vertreter schicken. Ein Termin für dieses neuerliche Treffen stehe bereits fest.
Nach der Grundschule schwimmen können
„Jedes Kind in Zweibrücken soll am Ende der Grundschulzeit schwimmen können“, nennt die für Schulen zuständige Beigeordnete Christina Rauch das Ziel. Es sei erschreckend, „dass heute jedes zweite beziehungsweise jedes dritte Grundschulkind nicht oder nicht sicher schwimmen kann“. Daher müsse man neue Wege gehen, um das Schwimmen besser in den Sportunterricht zu integrieren. Die Stadtwerke leisteten dazu einen wichtigen Beitrag, indem sie die Wasserzeiten fürs Schulschwimmen ausgeweitet hätten.