Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Was der neue Wirt der Zweibrücker Kneipe Hobbit alles vor hat

Das Hobbit steht jetzt unter der Leitung von Dominik Kennel.
Das Hobbit steht jetzt unter der Leitung von Dominik Kennel.

Dominik Kennel ist der neue Betreiber der Kneipe Hobbit in der Zweibrücker Lammstraße. Er beerbt Peter Staufer, der zwölf Jahre lang Wirt war. Was sich ändert und was bleibt.

Der Eröffnungstag war stramm. Dominik Kennel hat am 1. Mai erstmals als Chef der Kneipe Hobbit an den Zapfhähnen gestanden. Und der Biergarten war voll. „Den Hobbit zu übernehmen, war schon immer mein Plan. Ich arbeite seit zehn Jahren hier“, sagt er und betont, dass er ein gutes Verhältnis zum bisherigen Betreiber Peter Staufer habe. Die Stimmung in seinem Lokal und im Außenbereich war am „Tag der Arbeit“ gut, und der neue Wirt ist sehr zufrieden.

Am Konzept der Raucherkneipe mit Biergarten soll sich im Großen und Ganzen nichts ändern, kündigt der Lambsborner an, der seit seinem 16. Lebensjahr in Zweibrücken wohnt und arbeitet. Der 29-Jährige hat sich ganz der Gastronomie verschrieben. Mit 15 oder 16 Jahren – so ganz genau weiß er das nicht mehr – begann seine Gastro-Karriere in der mittlerweile geschlossenen Alten Scheune in Oberauerbach. Im Coyote-Café hat er gearbeitet und im Jonis schließlich auch eine Ausbildung zum Restaurantfachmann absolviert. Nach einem halben Jahr im Frittenwerk im Fashion Outlet zog es ihn dann ins Seniorenheim Wichernhaus, wo er stellvertretender Küchenleiter wurde und noch immer ist. Allerdings hat Dominik Kennel seinen Job dort auf eine Halbtagsstelle reduziert, um die Doppelbelastung stemmen zu können.

Team aus zehn Minijobbern

„Die im Wichernhaus waren nicht begeistert. Aber Vollzeit und abends 'ne Kneipe machen, das geht halt nicht“, sagt er. Zumal er und sein Team aus zehn Minijobbern bereits im Vorfeld einiges renoviert haben im und ums Hobbit. Der Biergarten wurde aufgehübscht, der hintere Eingang vom Parkhaus her neu gestaltet, die roten Betonpoller grau gestrichen und und und. Die größeren Veränderungen kommen aber erst noch. „Wir wollen die Küche zum 1. Juni wieder öffnen, was in einem Raucherlokal gar nicht so einfach ist. Schnitzel auf dem Brötchen geht, Schnitzel auf dem Teller nicht“, erklärt er die kleinen gesetzlich vorgeschriebenen Unterschiede.

Denn ein Raucherlokal darf nur Snacks anbieten, aber kein Speiselokal sein. Wie er selbst sind die meisten der Stammgäste Raucher. Und das soll auch so bleiben. Überhaupt sind die meisten Besucher Stammgäste. Und auch das soll so bleiben. Vor längerer Zeit gab es Negativschlagzeilen, als Gäste zweier Kneipen im Stadtgebiet in Schlägereien gerieten. „Das waren keine Stammgäste von uns, eher Leute von außerhalb, die mal kurz hier waren. Das hing auch mit einem Mitarbeiter zusammen, der hier gearbeitet hat, der hat die angezogen. Aber das Negativ-Image ist natürlich schwer wieder wegzubekommen“, sagt der neue Pächter ganz offen.

Keller soll bald dazugehören

Kennel hat noch viel vor. Auch der Hobbit-Keller soll irgendwann wieder öffnen. Dort haben vor mehr als 20 Jahren David Schaumburger und Freunde legendäre Disco-Partys für ausgesuchte Gäste veranstaltet – ein, zwei Jahre lang. Der Keller hatte aber einen Wasserschaden und ist laut Kennel derzeit nicht Bestandteil seines Pachtvertrags, soll es aber nach Sanierung werden. Dann könne er den Keller als Bar mit Ein- und Ausgang zum Biergarten betreiben und die eigentlichen Kneipenräumlichkeiten in dieser Zeit renovieren. So ist der Plan.

70 Sitzplätze in der Kneipe und 100 im Biergarten stehen zur Verfügung. Derzeit ist der Hobbit donnerstags bis samstags geöffnet, ab Juni soll der Sonntag dazukommen. Hilfe bekommt Dominik Kennel auch von seiner Freundin Milena Hartmann, die Teil des Kneipenteams ist. Für dieses steht am Vatertag, 14. Mai, schon das nächste Event vor der Tür: die offizielle Übernahme-Party zur Neueröffnung.

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