Zweibrücken
Warum die Teilnehmerliste beim Demokratiefest noch wachsen soll
Alle vier Wochen diskutieren Schüler und Lehrer der beiden Zweibrücker Gymnasien, Vertreter von Vereinen, Kirchen, Kunstszene und Migrationsbeirat beim Gesprächskreis „Demokratiewerkstatt“ im Herzogssaal über die Gesellschaftsordnung und die Gefahren, die ihr drohen. „Aber wenn wir uns schon Werkstatt nennen, dann sollten wir nicht nur reden, sondern auch mal konkret etwas machen“, meint der Zahnarzt Klaus Wöschler als Mitglied des Gesprächskreises. Eine solche konkrete Aktion soll nun das Zweibrücker Demokratiefest werden, das Ende August seine Premiere erleben und künftig jedes Jahr neu aufleben soll.
„Es soll ein buntes, fröhliches Fest werden, das zeigt, wie lebendig, vielfältig und erfahrbar Demokratie bei uns in Zweibrücken ist“, erklärt Kerstin Kiehm. Die Rektorin des Helmholtz-Gymnasiums bildet mit Wöschler, Helmholtz-Schulpfarrer Christian Limbach, der Zweibrücker Schriftstellerin Sarina Keller und weiteren Mitstreitern das Organisationsteam für das Fest, das am Samstag, 29. August, von 11 bis 18 Uhr auf dem Schulhof des Gymnasiums sowie auf dem benachbarten Kleinen Exe über die Bühne gehen soll. „Wir haben den Termin so gelegt, dass die Leute nach Ende unserer Veranstaltung direkt in den Rosengarten gehen können, um dort beim ,Fest der 1000 Lichter’ weiterzufeiern“, sagt Kiehm.
Von FCK bis Kimmle-Stiftung
„Das Fest soll mit der ganzen Bevölkerung all das feiern, was wir an unserer Gesellschaftsform haben“, kündigt Klaus Wöschler diverse Musik-, Tanz- und Theaterprogramme an, dazu Diskussionsrunden, Infostände, Lesungen, Poetry-Slam, Kinderspiele sowie jede Menge Speis und Trank in- und ausländischer Herkunft. „Der 1. FC Kaiserslautern schickt Spieler, die Heinrich-Kimmle-Stiftung baut einen Rollstuhlparcours, und die Stadtbücherei macht eine Ausstellung mit Büchern, die früher in Deutschland verboten waren oder die sich heute in den USA auf schwarzen Listen wiederfinden.“
Weitere Mitwirkende werden unter anderem die Zweibrücker Justiz in Gestalt von Generalstaatsanwalt Martin Graßhoff, der Kunstverein, die Mediabrücke und das Rote Kreuz sein. „Wir konnten aber noch nicht alle erreichen, die sich vielleicht noch mit Aktionen beteiligen oder beim Auf- und Abbauen helfen möchten“, ruft Kerstin Kiehm weitere Zweibrücker zum Mitmachen auf. „Das können Vereine, Organisationen oder auch Einzelpersonen sein. Alle Ideen sind willkommen, die Begegnung schaffen, Vielfalt würdigen und mithelfen können, unsere Demokratie zu stärken.“
Info
Wer sich in das Zweibrücker Demokratiefest einbringen möchte, wird vom Orga-Team gebeten, sich bis 15. Mai unter der E-Mail-Adresse demokratiewerkstatt@posteo.de zu melden.