Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VT Zweibrücken-Saarpfalz beißt in Homburg auf Beton

Robin von Laupptert war mit sieben Treffern bester Schütze der VTZ.
Robin von Laupptert war mit sieben Treffern bester Schütze der VTZ.

Handball-Oberligist VT Zweibrücken-Saarpfalz hat seine Partie beim Tabellenzweiten TV Homburg mit 22:32 (8:17) verloren.

Wenn Rechtsaußen Tobias Alt zwölf Tore in einem Spiel wirft, wissen Zweibrücker Handballkenner genau: Es war ein Spiel mit vielen Tempogegenstößen. Genau das war das Derby am Freitag zwischen dem TV Homburg und der VT Zweibrücken-Saarpfalz. Da Alt nach einigen Handballjahren in der Rosenstadt, mittlerweile das Trikot des TV Homburg trägt, ist damit auch schnell erklärt, warum der Tabellenzweite Homburg gegen den Vierzehnten Zweibrücken klar gewann.

Die Homburger zwangen die Zweibrücker Angreifer zu Fehlern und nutzten diese effizient aus: Gegenstoßspezialist Alt, vor seinem Engagement bei den ambitionierten Homburgern in Diensten des SV 64 Zweibrücken verwertete die Kontermöglichkeiten konzentriert.

Mit viel Biss bei der Sache

„Wir konnten nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, bedauerte VTZ-Trainer Kai Schumann. Dass ein Spitzenteam gegen ein abstiegsbedrohtes Team spielte, spielte für die Homburger sichtlich keine Rolle. Sie wollten dieses Derby klar für sich entscheiden, waren mit viel Biss bei der Sache und ließen über die 60 Minuten nicht nach, obwohl sie bereits zur Halbzeit klar führten.

Nach diesem klaren Ergebnis sah es in den Anfangsminuten nicht aus. Robin von Lauppert brachte die VTZ per Strafwurf mit 1:0 in Führung, Torwart Norman Dentzer traf zum 2:1 für die Zweibrücker (5.). Aber längstens jetzt tat sich der Zweibrücker Angriff zunehmend schwerer, eine der besten Abwehrreihen der Liga in Verlegenheit zu bringen. Die hoch gewachsene Homburger Abwehr – im Hinspiel bereits ein Sieggarant – mischte dieses Mal so richtig Beton an.

Abwehr nicht in Bewegung gebracht

„Uns ist es einfach nicht gelungen, diese Abwehrreihe, so wie wir uns das vorgenommen hatten, in Bewegung zu bringen“, resümierte Schumann. Immer wieder blieben Zweibrücker Angriffsversuche in der gegnerischen 6-0-Abwehr hängen, immer wieder resultierte daraus schnelles Umschaltspiel, das die Außen zu nutzen wussten. Mit seinem zweiten Tor in dieser Partie traf Alt zum 3:2 für Homburg (9.). Es war die erste Homburger Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Zweibrücker, deren Stärke in dieser Saison im Defensivbereich liegt, noch mitspielen können.

Das sollte sich aber ändern. Homburg geriet nie mehr in Rückstand, und der Zweibrücker Deckungsverband, der insgesamt auch nicht seinen besten Tag erwischte, bekam nur noch selten die Gelegenheit, um sich zu formieren. Der Homburger Gegenstoß-Express rollte. Längstens ab der 16. Minute. Da hatte Abderrahmane Belhadi für die VTZ noch auf 5:8 verkürzen können, aber danach zog Homburg Tor um Tor weg. Neben Rechtsaußen Alt trug sich auch Ex-VTZ-Spieler Richard Wilga, der auf der linken Außenbahn seine Schnelligkeit ausspielte, mehrfach in die Torschützenliste ein.

Der Favorit wurde seiner Favoritenrolle deutlich gerecht, führte – verdient – 17:8 zur Pause. „Wir konnten das, was uns gegen Kastellaun ausgezeichnet hatte, nicht abrufen“, erkannte Schumann. Homburg blieb auch im zweiten Durchgang auf dem Gaspedal – und die VTZ chancenlos.

So spielten sie

VT Zweibrücken-Saarpfalz: Dentzer (1), 20. Klöckner - Kraucevicius (2), Finck (1), von Lauppert (7/5) - Stauch (1), Rolshausen (3) - Kreis (1) - Belhadi (2), Jung (4), Michel, Flockerzi,

Spielfilm: 3:3 (9.), 8:5 (16.), 13:5 (23.), 17:8 (Halbzeit), 21:12 (38.), 22:16 (44.), 31:19 (55.), 32:22 (Ende) - Zeitstrafen: 6:4 - Rote Karte: Bach (53./dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 3/3:5/5 - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Müller/Albes (HV Rheinhessen).

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