Saarbrücken Vier verletzte Kinder: 600 Personen an Grundschule evakuiert

Feuerwehrleute sind an der Grundschule.
Feuerwehrleute sind an der Grundschule.

Am Montag ist gegen 10.30 Uhr die Grundschule Weyersberg in Saarbrücken-Burbach evakuiert worden. Vier Kinder seien vermutlich durch ein Reizgas verletzt worden; laut einem Polizeisprecher klagten drei über Übelkeit, ein Kind über eine Augenreizung. Ins Krankenhaus mussten sie aber nicht. Als zwei Schulklassen (insgesamt 33 Kinder) nach der Pause wieder in ihre Klassenräume wollten, hätten sie einen „beißenden Geruch“ wahrgenommen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten an und evakuierten die rund 550 Schüler und 60 Lehrer auf den Schulhof. Feuerwehrleute haben die Schule belüftet, hätten bei Messungen aber keine Substanz mehr feststellen können. Nachdem die Einsatzkräfte abgerückt waren, habe eine Lehrerin die Polizei angerufen und darüber informiert, dass sie bei einem Kind ein Spray gefunden habe. Ob es absichtlich gesprüht wurde, ist noch unklar. Die Polizei hat Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt. Da das Kind, das das Spray mutmaßlich gesprüht hat, nicht strafmündig sei, werde die Anzeige vermutlich eingestellt. Die Polizei ermittelt noch, unter anderem, wie das Spray in die Schule kommen konnte. Nun gelte es, solche Vorfälle künftig zu verhindern. Der Schulbetrieb läuft seit dem Mittag normal weiter. Dass Schulen wegen versprühter Sprays evakuiert werden müssen, kommt immer wieder vor, etwa Anfang 2024 in der Blieskasteler Geschwister-Scholl-Schule.

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