Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Videokameras und eine Finnbahn für den Sportpark Kleiner Exe

Mitarbeiter der Firma Polytan aus Burgheim beschichten auf dem Kleinen Exe die neuen Spielfelder.
Mitarbeiter der Firma Polytan aus Burgheim beschichten auf dem Kleinen Exe die neuen Spielfelder.

Die Bauarbeiten für das neue Sportgelände am Kleinen Exe sollen vor dem ersten Advent abgeschlossen sein. Die Stadt erläutert den aktuellen Stand auf der Baustelle.

Die Neugestaltung der Freisportanlage am Kleinen Exe für den Breiten- und Schulsport soll im November fertiggestellt werden. Mit Ausnahme der zentralen Rasenfläche, die als Naturspielfeld für Sport und Freizeitgestaltung genutzt werden kann: Zwar ist auch dieser Teil der Anlage so gut wie fertig, doch kann der Rasen erst Anfang 2026 eingesät werden. Sind die Grashalme gesprossen, geht die für Sport zuständige städtische Beigeordnete Christina Rauch davon aus, dass im Frühjahr das Eröffnungsfest für das umgebaute Sportgelände gefeiert werden kann.

Einen Kunststoffbelag erhalten das 25 mal 27 Meter breite Multifunktionsspielfeld für verschiedene Ballsportarten sowie das benachbarte Volleyball- und Badmintonfeld. „Für diesen Teil der Anlagen wurde vorige Woche die gebundene Tragschicht aufgebracht“, erläuterte Rauch am Donnerstagabend im Sportausschuss. Arbeiter seien seit dem vergangenen Wochenende damit beschäftigt, diesen Untergrund mit dem Kunststoffbelag zu überziehen. Auch die Kurzstrecken-Laufbahn mit vier Spuren für den 100-Meter-Lauf nimmt sichtbar Formen an. Zudem ist auf der Baustelle der 1000 Quadratmeter große moderne Skaterpark, den das Kölner Ingenieurbüro Landskate zusammen mit Zweibrücker Jugendlichen entworfen hat, inzwischen gut erkennbar. „Die Skaterbahn ist weitestgehend fertig“, sagte die Dezernentin. „Dort fehlen jetzt nur noch die Außen- und Sicherheitseinrichtungen. Und die Beleuchtung wird von den Stadtwerken mit neuen Lampen bestückt. Dann ist es dort abends deutlich heller.“

Videoüberwachung ist geplant

Vor dem Ausschuss berichtete die Beigeordnete, dass die Stadt weiterhin von Gesamtkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro ausgehe. 90 Prozent davon, etwa 2,4 Millionen Euro, fließen als Fördergeld vom Bund aus dessen Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Die Stadt hatte dafür zu sorgen, dass der neue Sportpark am Kleinen Exe noch vor dem Jahreswechsel fertiggestellt wird, damit der Anspruch auf die Bundesförderung nicht verfällt.

Auf Nachfrage der Stadträtin Pervin Taze (SPD) im Ausschuss berichtete die Beigeordnete, dass im Zuge der Umbauarbeiten auch die „Voraussetzungen für eine Videoüberwachung des Geländes“ geschaffen worden seien. Die Bild-Observation sei geplant; die Stadtverwaltung müsse nun noch einige rechtliche Details mit dem Landesdatenschutzbeauftragten abklären.

Ladestation für E-Bikes

Zurzeit im Werden ist die sogenannte Calisthetics-Anlage. Für diesen Fitness-Parcours, an dem man sportliche Übungen unter Ausnutzung des eigenen Körpergewichts wird ausführen können, sind die ersten Reckstangen und Barren an ihrem Bestimmungsort eingetroffen.

Rund um die Sportanlagen wird ein Außenbereich mit Bänken, Liegen, Pavillons und einem Wasserspender angelegt, der als barrierefreies Freizeit- und Naherholungsziel für die ganze Familie gedacht ist. „Ohnehin wird das Exe-Gelände dort am Schwarzbach unsere zentrale Grün- und Freizeitachse ergänzen. Und wer mit dem Elektrofahrrad kommt, wird hier eine E-Ladestation vorfinden“, blickt Christina Rauch voraus.

Auch eine Finnbahn gehört dazu

Ein weiteres Puzzleteil im Exe-Gesamtvorhaben wird eine Finnbahn sein. „Ich habe keine Ahnung, was das ist“, bekannte Gisela Alt als Vertreterin des Turnvereins VT Zweibrücken in der Sportausschusssitzung und war nicht die Einzige mit Informationsbedarf. Christina Rauch klärte auf: Eine Finnbahn ist eine Lauf- und Joggingstrecke mit unterschiedlichen natürlichen Oberflächen wie Holz, Hackschnitzeln, Sägespänen und Baumrinde, die auch als Barfußpfad genutzt werden kann.

Im gesondert eingezäunten Schulsportbereich für das angrenzende Helmholtz-Gymnasium werden neben Laufbahn und Ballsportfeldern auch die Sprunggrube, die Kugelstoßanlage, der Gymnastikbereich und das abschließbare Gerätehaus erneuert. In der benachbarten Breitensportzone wird man sich unter anderem auf einem Asphaltplatz für Hockey, Rollsport und Fußball tummeln können; hinzu kommen Tischtennisplatten.

Die Skateanlage ist schon deutlich erkennbar.
Die Skateanlage ist schon deutlich erkennbar.
x