Zweibrücken VB-Kicker defensivstark und in der Fremde top
Zweibrücken. Keine Frage: Für den SV Großsteinhausen war die Vorrunde der Bezirksliga Westpfalz eine frustrierende Erfahrung, der Aufsteiger hält nach 18 Spieltagen die rote Laterne und hofft auf bessere Zeiten im neuen Jahr. Nicht viel erfolgreicher spielte die zweite Mannschaft der SG Rieschweiler, Tabellenplatz 15 im 16-köpfigen Feld bedeutet unmittelbare Abstiegsgefahr. Eitel Sonnenschein dürfte dagegen bei den Vereinigten Bewegungsspielern herrschen: Die Truppe vom Zweibrücker Hornbachstaden zählt als Tabellendritter neben Fehrbach und Bundenthal zur Führungsetage der Spielklasse.
Drei Siege und ein Unentschieden aus 18 Spielen sind die magere Ausbeute des SV Großsteinhausen. Spielertrainer Andreas Langner übt sich in Zweckoptimismus, wenn er zum Rundenabschnitt vor der Winterpause „Abhaken“ sagt. Selbstverständlich werde man den Verlauf aufarbeiten, beim SVG habe man sich die Saison anders vorgestellt. Als Hauptgrund für die prekäre Lage nennt der Coach eine denkwürdige Verletzungsserie. Einige Leistungsträger – etwa Torgarant Sebastian Meil – standen kaum mal mehrere Spiele hintereinander zur Verfügung. Und wenn sie zum Einsatz kamen, waren sie nicht hundertprozentig fit. „Solche Ausfälle sind nicht zu kompensieren. Ich hab` selten so eine Vorrunde erlebt“, sagt Langner zum Personalnotstand. Aber selbst so einer Situation könne man etwas Positives abgewinnen. Für die jungen Spieler, die er habe einsetzen müssen, seien die 18 Partien eine Bewährungsprobe gewesen, die ihre Entwicklung vorantreibe. „Sie haben sich gut geschlagen“, befindet Langner. In der Winterpause werde er die Mannschaft auf den Rundenrest so vorbereiten, dass sie trotz der prekären Lage zuversichtlich ins Frühjahr starte. Der Klassenerhalt sei machbar. Ob dieses Unterfangen personell aufgerüstet angegangen wird, kann der Großsteinhauser Trainer aktuell noch nicht sagen. Grundsätzlich sei man offen für Neuverpflichtungen. Spruchreif sei aber nichts. Bei der SG Rieschweiler II gibt es nach der Winterpause eine personelle Änderung, der sportliche Vorstand Tobias Weis übernimmt das Traineramt. Der bisherige Spielertrainer Jörg Lefebre hat nach eigenen Angaben aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit für eine Doppelfunktion. Lefebre hat mit der Mannschaft schon in der vergangenen Spielzeit gegen den Abstieg gespielt, den Kampf um den Klassenerhalt am letzten Spieltag mit einem 3:1 beim TV/SC Hauenstein II auch gewonnen. „Diesmal ist es noch enger“, stellt er fest. Ausreichend Erfahrung im Abstiegskampf habe die Truppe; der scheidende Spielertrainer denkt, dass sie das rettende Ufer letztlich auch erreicht. „Wir haben uns gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel gut präsentiert“, sieht er ausreichend Qualität in der Mannschaft. Mit dem 1:0-Heimerfolg gegen Olympia Ramstein verlief der Saisonauftakt für Rieschweilers Zweite vielversprechend, in den Spielen danach sorgte eine ausgesprochene Abschlussschwäche aber für wenig Ertrag. Die SG Rieschweiler II hat aus 18 Spielen nur elf Punkte geholt, den spektakulärsten Auftritt legte das Team am 24. Oktober hin. An diesem 13. Spieltag lag die Lefebre-Elf bei der SG Göllheim/Dreisen zur Pause eigentlich hoffnungslos mit 1:6 hinten, eine bärenstarke Leistung im zweiten Abschnitt bescherte dem Tabellenvorletzten dann noch ein 7:7. Jörg Lefebre wäre es rückblickend freilich lieber, seine Truppe hätte diese „Bärenstärke“ über mehrere Spiele verteilt und mehr Punkte eingefahren. Spitzenreiter FC Fehrbach hat 50 Punkte angesammelt, die VB Zweibrücken liegen nur zwei Zähler zurück. VB-Spielertrainer David Schwartz weist auf das Nachholspiel beim TV/SC Hauenstein II am 20. Februar hin; wenn das gewonnen werde, rücke seine Truppe wieder ganz nach vorne. „Unsere Vorgabe war ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften“, sagt er, die Bewegungsspieler hätten ihr Soll also bislang mehr als erfüllt. Im Vergleich zur Vorsaison erlebt der Spielertrainer seine Truppe stabiler. Sie stehe besser in der Abwehr, was sich an den bisher nur 16 Gegentreffern ablesen lasse – weniger Tore hat keine der anderen Bezirksliga-Mannschaften kassiert. David Schwartz berichtet auch von der geglückten Integration der Neuzugänge, die Verstärkungen hätten gut gegriffen und die Mannschaft schlagkräftiger gemacht. Bemerkenswert sei, wie sich die VB Zweibrücken auf fremden Plätzen präsentiere. „Wir haben alle acht Auswärtsspiele gewonnen, das ist überragend“, stellt der VB-Coach fest. Im Gegensatz dazu machen die VB-Kicker in der Heimtabelle nur einen mäßigen Eindruck, hier belegen sie Rang zehn. Die drei Pleiten und zwei Punkteteilungen kamen allesamt vor heimischem Publikum zustande, für den Coach ist das eigentlich der einzige Kritikpunkt.