Zweibrücken TSC zähmt „Löwen“ in Hälfte zwei

BAD KREUZNACH. 2:2 (1:1) endete gestern Abend das erste Spiel um den Aufstieg in die Landesliga zwischen Karadeniz Bad Kreuznach, dem Zweiten der Bezirksliga Nahe, und dem TSC Zweibrücken. Am Ende ärgerten sich die Zweibrücker über vergebene Chancen und ein unnötiges Tor zum 2:2.

Die „Löwen“ von Karadeniz drückten von Beginn an, legten ein hohes Tempo vor und berannten das Tor der Zweibrücker. TSC-Torwart Jesus Sanchez war der Mann der Anfangsphase, als er gleich dreimal in höchster Not klären musste. Nach vier Minuten schoss Ceyhun Kültür, drei Minuten später Melih Tasci, dann vergab erneut Kültür die bis dahin größte Chance, als er alleine auf Sanchez zulief, dann den Ball vom linken auf den rechten Fuß legen wollte, Sanchez ihm die Kugel aber vom Fuß pflückte. Eine Großtat (16.). Nach 19 Minuten ging Karadeniz dann verdient in Führung, Cihan Ceylan schoss einen Freistoß aus mehr als 20 Metern direkt aufs Tor, der Ball schlug neben dem Pfosten ein. Bis dahin hatten die Gäste aus Zweibrücken nur einmal aufs Tor geschossen, ein Freistoß von Rene Müller flog knapp über den Kasten. Fast hätten die Zweibrücker sogar das 0:2 hinnehmen müssen, als Melih Tasci am Tor vorbei lupfte (23.). Danach arbeitete sich der TSC aber ins Spiel, das von Karadeniz hart geführt wurde. Als Rene Müller in der 44. Minute von Furkan Meydan im Strafraum angegriffen wurde, fiel der Zweibrücker, Schiedsrichter Patrick Simon entschied auf Elfmeter. „Er hat mich hinten getroffen“, beteuerte Müller. Mentor Shabani verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich. Die zweite Hälfte gehörte dem TSC. Der Zweite der Bezirksliga Nahe, der die Saison mit einem kleinen Kader bestritten hatte, musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Müller nahm bei einem Freistoß aus 22 Metern Maß, trat den Ball an der Mauer vorbei ins rechte Toreck – 2:1 (55.). Die Reaktion von Karadeniz blieb diesmal aus. Viele kleine Fouls schlichen sich ein; als Cihan Ceylan zum wiederholten Mal TSC-Spielertrainer Sanel Nuhic umtrat, zückte Schiedsrichter Simon die Gelb-Rote Karte. Der TSC war dem 3:1 nahe, Diego Enache traf aber nur den Pfosten (76.). Aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich: Keeper Sanchez irrte im Strafraum umher, als Arash Sadeghi Ceyhun Kültür ins Spiel brachte. Der hatte keine Mühe, den Schlussmann zu überwinden (79.). „Das war unnötig“, ärgerte sich Müller, „wir müssen hier gewinnen“. In der Nachspielzeit sah Karadeniz-Kicker Mücahit Senel noch wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Der beste Spieler der Bad Kreuznacher wird am Sonntag beim Rückspiel fehlen. Der TSC Zweibrücken kann optimistisch in das Rückspiel am Sonntag um 15 Uhr im Westpfalzstadion gehen. Karadeniz, das gestern auf dem kleinen, stumpfen Hockey-Kunstrasen im Vorteil war, wird auf dem großen Stadionrasen Probleme bekommen. Ob Sanel Nuhic, der gestern noch vor Spielschluss in die Kabine humpelte, spielen kann, ist noch offen. So spielten sie Karadeniz Bad Kreuznach: Aydin - Cihad Senel (75. Kural), Meydan, Regaib Tasci, Sadeghi - Kurpejovic, Cihan Ceylan - Melih Tasci (61. Yakut), Az Taeife, Kültür - Mücahit Senel TSC Zweibrücken: Sanchez - Brand, Sikora, Schön, Butt - Tropper, Nuhic (72. Göz), Shabani, Müller - Enache (82. Ahmed El-Khadem), Seyfedine El-Khadem (90.+1 Kuznia) Tore: 1:0 Cihan Ceylan (19.), 1:1 Shabani (44., Foulelfmeter), 1:2 Müller (55.), 2:2 Kültür (79.) - Gelbe Karten: Melih Tasci, Sadeghi - Enache - Gelb-Rote Karte: Cihan Ceylan (69.) – Rote Karte: Mücahit Senel (90.+3) - Beste Spieler: Kültür, Mücahit Senel - Müller, Seyfedine El-Khadem - Zuschauer: 400 – Schiedsrichter: Simon (Wonsheim).

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