Zweibrücken Transporte zur Mauritiusschule bald Sache des Roten Kreuzes

Ab Dezember übernimmt das DRK die Fahrten nach Wattweiler.
Ab Dezember übernimmt das DRK die Fahrten nach Wattweiler.

Mit dem DRK-Kreisverband Südwestpfalz erhält ein hiesiges Unternehmen den Zuschlag für die Schülertransporte zur Mauritiusschule in Wattweiler.

Wer die Förderschule des Ökumenischen Gemeinschaftswerks Pfalz in Zweibrücken-Wattweiler besucht, ist auf spezielle rollstuhl- und behindertengerechte Busse angewiesen, die unter anderem gegen Stürze besonders abgesichert sind. Geschultes Betreuungspersonal muss mit an Bord sein. Die Schüler werden mit den Förderschwerpunkten Motorische und Ganzheitliche Entwicklung unterrichtet. Die Busse holen sie daheim ab, bringen sie zur Mauritiusschule und später auch wieder nach Hause.

Ende November läuft eine dreimonatige Frist aus, binnen derer die Stadt Zweibrücken die Schülerbeförderung per „Notbeauftragung“ an den Malteser-Hilfsdienst vergeben hatte. Dieser erhält allein für diese drei Monate eine Vergütung in Höhe von 175.000 Euro.

„Notbeauftragung“ für drei Monate

Mit Blick auf den Herbst mussten die aufwendigen Bustransporte europaweit ausgeschrieben werden. Doch die Preisgebote von Dienstleistern, die bis zum Sommer im Rathaus eintrafen, erwiesen sich als derart exorbitant teuer, dass die Stadt sie nicht akzeptieren konnte. Damit die Kinder aber ab September in die Mauritiusschule gelangen konnten, ließ sich die Verwaltung vom Stadtrat per Eilauftrag die „Notbeauftragung“ an die Malteser für drei Monate genehmigen.

Diese Sonderfrist geht nun zu Ende. Bei einer neuerlichen europaweiten Ausschreibung ist die Stadt nun fündig geworden. Diesmal hatten sich zwei Bieter gemeldet, deren Gebührensätze offenbar deutlich bezahlbarer sind. Das Rennen hat die Sozialdienst GmbH des Roten Kreuzes Südwestpfalz gemacht.

Vertrag lässt sich bis 2028 verlängern

Am Mittwochabend erteilte der Stadtrat den Zuschlag. Demnach wird das DRK ab 1. Dezember den Fahrdienst von und zur Mauritiusschule übernehmen. Stadt und Rotes Kreuz haben einen Vertrag für die Dauer von zunächst drei Schuljahren bis zum 31. Juli 2026 abgeschlossen. Der Kontrakt kann zweimal für je ein Schuljahr verlängert werden, endet also spätestens zum 31. Juli 2028. Nach Angaben der für soziale Fragen zuständigen Beigeordneten Christina Rauch beträgt das gesamte Auftragsvolumen geschätzt 2,48 Millionen Euro.

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