Tischtennis / Handball
Thomas Dannapfel und seine sportliche Wandlung
Dannapfel hat früh mit dem Tischtennissport begonnen. Es war das Ende seiner Grundschulzeit. Mit damals zehn Jahren startete Thomas Dannapfel seine sportliche Karriere. „Gerhard Wild, aber auch mein Vater, haben mich zum Tischtennis gebracht“, erzählt der heute 48-jährige Dannapfel. Nach seiner Jugendzeit gelang ihm schnell der Sprung ins Kreisligateam, das aber in der Folge auch den Sprung in die Bezirksklasse und Bezirksliga schaffte.
„Nach der Jahrtausendwende haben wir jahrelang in der Bezirksklasse und Bezirksliga gespielt. Wir waren aber schon eine Fahrstuhlmannschaft“, sagt der Hornbacher rückblickend, der damals hinter Gerhard Wild und Thomas Fuhrmann im mittleren Paarkreuz des TTV Hornbach durchaus erfolgreich spielte. Es waren die Jahre, als es bei den Hornbachern eigentlich nur einen Weg gab – nach oben. Im Tischtennisbezirk Westpfalz Süd gehörte die Tischtennisabteilung des TTV zu den besten Teams dieser Zeit.
Mannschaft zerbrochen
Der Wechsel von Jörg Hussong zum TTC Mittelbach und der berufsbedingte Abgang von Hans Josef Friedrich nach Bayern, der kürzlich aber wieder nach Hornbach zurückkehrte, brach den Hornbachern sportliche das Genick. Es folgten Jahre, die doch etwas mau waren und mit den Abstiegen bis hin zur Kreisliga verbunden waren.
Auch für Dannapfel stand der Tischtennissport berufsbedingt nicht mehr ganz oben auf der Agenda. „Ich habe, als ich ins Berufsleben eingestiegen bin, mit Wochenend- und Spätdiensten in der Dialyse angefangen und deshalb nicht mehr viel Zeit gehabt. Da hat es oft nicht geklappt, dass ich bei den Spielen dabei war“, erzählt er.
Keine Zeit mehr gehabt
Später sei er dann als Reisepfleger tätig gewesen und teils vier bis acht Wochen am Stück, mit kurzen Unterbrechungen, unterwegs gewesen. „Dann war Tischtennis so gut wie Geschichte“, sagt Dannapfel, der es entgegen früherer Jahre nicht mehr einrichten konnte, regelmäßig im Training zu erscheinen. Dennoch stand Dannapfel bis 2015 immer wieder bei Spielen an der Platte, mottete den Tischtennisschläger dann aber ein.
Es folgte eine kurze sportliche Pause, die durch seinen heute 14-jährigen Sohn Lars ein Ende fand. „Er hat damals die Handballspiele bei den Olympischen Spielen 2016 mit Begeisterung geschaut“, berichtet Dannapfel. So waren die Handballer, damals an der Spitze noch mit Uwe Gensheimer, Torhüter Silvio Heinevetter und dem heutigen Top-Torwächter Andreas Wolff, die in Rio die Bronzemedaille gewannen, Lars schnell ans Herz gewachsen. „Er wollte dann selbst mal ins Handballtraining. Ich habe dann über Hans-Jürgen und Philipp Wiese, die ich kannte, Kontakt zur VTZ Saarpfalz hergestellt“, sagt Dannapfel, der heute für eine brandenburgischen Softwarehersteller arbeitet und fast ausschließlich im Homeoffice tätig ist.
Als Betreuer eingesprungen
Im September 2016 feierte Lars Dannapfel, damals noch unter Trainer Jadran Pesic, heute ein guter Freund der Familie Dannapfel, seine Trainigspremiere. „Daraus hat sich eine richtig gute Freundschaft zu Jadran entwickelt“, sagt Dannapfel, dessen Töchter Lea (18) und Lara (21) ebenfalls den Weg zum Handball fanden. „Handball ist der Mittelpunkt der Familie. Wir sind manchmal von Freitag bis Sonntag in der Halle, wenn die Jugend und Herrenteams spielen“, erzählt er.
Das rührt auch daher, dass Dannapfel als Betreuer des mittlerweile in der Oberliga spielenden Teams gesetzt ist. „Damals konnte Hans-Jürgen Wiese nicht mit zu einem Spiel. Er war immer als Betreuer dabei. Deshalb bin ich, als er mich gefragt hat, für ihn eingesprungen“, sagt Dannapfel.
Das sollte keine Ausnahme bleiben. So übernahm er immer wieder als Vertreter und war als eine Art Zeugwart für das Team zuständig. „Als Hans-Jürgen dann leider verstarb, wurde ich von Klaus Biehl gefragt, ob ich nicht dauerhaft das Team betreuen könnte“, sagt der Familienvater. So betreute Dannapfel das Team auch in der 3. Bundesliga und bis heute in der Oberliga.
Vielleicht irgendwann zurück zum Tischtennis
Auch als Spieler ist der 48-Jährige mittlerweile in der dritten Mannschaft aktiv. „Ich bin Linkshänder. So etwas gibt es doch eher selten im Handball“, sagt Dannapfel lachend. Was er am Handball liebt, das ist die Geschlossenheit eines Teams. „Es ist ein unheimlicher Zusammenhalt. Man erreicht nur als Team etwas“, stellt er die Unterschiede zum Tischtennissport heraus. Für ihn sei eben das gemütliche Zusammensitzen in der Kabine, aber auch das „Helfen wo es geht“, ein Merkmal, das ihm besondere Freude bereitet. So ist Dannapfel bei den Spielen auch als Zeitnehmer oder Sekretär für die VTZ Saarpfalz aktiv.
Ob’s mal eine Rückkehr zum Tischtennis gibt? „Der Vorteil beim Tischtennis ist: Man kann es spielen bis ins hohe Alter. Ausschließen würde ich nicht, dass ich irgendwann mal wieder anfange“, sagt Dannapfel.