Saarbrücken / Saarland Teilweise unterirdischer Saar-Wald ist Waldgebiet des Jahres

Der Saarkohlenwald ist Waldgebiet des Jahres.
Der Saarkohlenwald ist Waldgebiet des Jahres.

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat den Saarkohlenwald zum „Waldgebiet des Jahres 2026“ gekürt. Der Wald erstreckt sich über ein Gebiet von rund 50 Quadratkilometer zwischen Saarbrücken, Neunkirchen, Völklingen und Sulzbach und wird auch als Zwei-Etagen-Wald bezeichnet. Der unterirdische Wald ist laut BDF ein zu Steinkohle gepresster Sumpfwald aus der Zeit des Karbons. Der oberirdische Wald war seit dem Mittelalter herrschaftlicher Jagdwald und für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Mit dem Abbau der Steinkohle wurde der oberirdische Wald an die neuen Bedürfnisse angepasst: Viele ursprüngliche Buchenwälder wurden gerodet und zu Eichenwäldern umgewandelt, da nur die Eiche haltbares Grubenholz lieferte. Zum großen Teil wachsen im Wald Buchen und Eichen. Die Wahl fiel auf den Wald, weil er „Aufgaben in einer Dichte“ erfüllt, „wie kaum ein anderer Wald in Deutschland“, so der BDF. Er sei ein „Spiegelbild der saarländischen Geschichte“ und bewahre unter anderem alte Römerstraßen. Zudem biete er für 300.000 Menschen, die nahe des Waldgebiets leben, Erholung. Auch der sogenannte Urwald vor den Toren der Stadt in Saarbrücken, der sich 1997 auf rund 10 Quadratkilometern entwickelte, gehört zum Saarkohlenwald. Der Bund Deutscher Forstleute kürt seit 2012 jedes Jahr ein Waldgebiet des Jahres.

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