Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SVN Zweibrücken: Ein Kapitelabschluss für Aaron Feß

Auch wenn es für seinen Klub SVN Zweibrücken II in der Rückrunde in der C-Klasse West prima lief: Eine Zusage ist für Aaron Feß
Auch wenn es für seinen Klub SVN Zweibrücken II in der Rückrunde in der C-Klasse West prima lief: Eine Zusage ist für Aaron Feß eine Zusage. Im Sommer wechselt er zum SC Stambach – egal, ob dann in der A-Klasse oder in der B-Klasse gespielt wird.

Der Kapitän des SVN Zweibrücken II steht kurz davor, mit seinem Heimatverein die Aufstiegsspiele zu erreichen. Im Sommer wechselt er zum SC Stambach.

In der Fußball-C-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West läuft es auf ein Herzschlagfinale um die Vizemeisterschaft hinaus. Der SVN Zweibrücken II belegt dank konstant starker Leistungen als bestes Rückrundenteam mit 42 Punkten Rang zwei, der zu Aufstiegsspielen berechtigt. Von dort verdrängten die Niederauerbacher ab dem 16. Spieltag den TuS Wattweiler. Vor dem Fernduell am abschließenden Spieltag am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) trennt beide Mannschaften nur ein Punkt.

SVN beim Tabellenvierten

Niederauerbachs Zweite ist also im Vorteil. Das Team von Jan Schmidt muss zum Tabellenvierten FC Kleinsteinhausen, der sich durch ein Unentschieden in der Vorwoche selbst aus dem Rennen um Platz zwei nahm. Der TuS erwartet den Tabellenzehnten SG Thaleischweiler-Fröschen am Sonntag auf seinem Rasenplatz am Raulstein.

Ein Höhepunkt zum Saisonabschluss und zum Kapitelabschluss beim SVN wird es für Spielführer Aaron Feß werden. Von klein auf ist der heute 24-Jährige im blauen Trikot des Vereins von der Hofenfelsstraße auf den Fußballplätzen unterwegs, ein einjähriger Abstecher zum TSC Zweibrücken (2019/20) ausgenommen. Der komplett in Niederauerbach verwurzelte Linksverteidiger und Schienenspieler arbeitet bis Jahresende auf seinen Abschluss im Gesundheitsmanagement hin. Im Zweibrücker Fitnessstudio „Balance“ ist er als dualer Student beschäftigt.

Kein Deal beim Eiweiß-Shake

Selbstredend, dass er da einige Mannschaftskollegen, aber auch viele bekannte Kicker von anderen Klubs zwischen Hantelbank und Laufband trifft. Auch sein zukünftiger Trainer Dennis Hirt vom SC Stambach ist dort Mitglied. In der Vergangenheit wurde schon gemunkelt, dass der an den Folgen eines Kreuzbandrisses laborierende Hirt den flinken SVN-Außenspieler mit fleißigen Wiederholungen an der Beinpresse überzeugen konnte oder ihm den Wechsel zum aktuellen Tabellenführer der B-Klasse mit einem Eiweiß-Shake schmackhaft machte. Feß musste dazu lachen. „Lustigerweise ist Dennis Hirt bei uns Mitglied nach seiner Verletzung am Kreuzband. Wir hatten uns aber schon auf einen Wechsel geeinigt, als er noch kein Mitglied war“, verdeutlicht Feß.

Dass es am Sonntag zum Endspiel kommt, war so nicht geplant. Bei der TSG Mittelbach-Hengstbach gaben seine Mitspieler und er vor zwei Wochen überraschend beim 1:1 zwei Punkte ab. „Wir hatten dabei sogar Glück“, räumt er ein. „Wir hatten da irgendwann aus unerklärlichen Gründen komplett das Fußballspielen aufgegeben, wir hätten es auch gut und gerne verlieren können“, beurteilt er das Spiel rückblickend. 19 Tore (damit Zweiter der Torjägerliste) hat der Spieler mit der Rückennummer 19 kurioserweise in seiner Statistik stehen. Es dürfen nach seinem Geschmack zum Abschied gerne ein paar dazukommen, „wobei ich es als Schienenspieler mittlerweile sogar schöner finde, Vorlagen zu geben“.

Seinen Wechsel im Sommer hat er trotz des Aufwärtstrends bei seinem aktuellen Team nicht wieder überdacht: Zusage sei eben Zusage. „Ich bin im Sommer bewusst zur zweiten Mannschaft runter, wurde da auch brillant aufgenommen. Es sind alles coole Jungs. Und ich wusste – so offen liefen die Gespräche mit den Trainern Mentor Shabani und Jan Schmidt ab, und so ehrlich kann ich meine Leistungen auch einschätzen –, dass es für mich nicht für viele Einsatzzeiten in der A-Klasse gereicht hätte. Erst recht nicht, wenn der Aufstieg in die Bezirksliga gelingt“, erwähnt er.

Viel Prophylaxe im Training

„Trotz meiner Einschätzung habe ich vieles bei mir hinterfragt: Was kann ich besser machen und wo mich vielleicht noch etwas verbessern, dass es für die A-Klasse reicht? Durch mein Studium und den Arbeitgeber wurde viel an meiner Beweglichkeit gearbeitet. Ich betreibe viel Prophylaxe mit einfachen Übungen, um auch von kleinen Verletzungen, die dich aber lange begleiten, verschont zu bleiben. So bin ich immer fit im Training und den Spielen“, verdeutlicht er.

Auch wegen dieser Leistungskonstante wurde der SCS auf ihn aufmerksam. „Ich freue mich auf Stambach. Was Hirt mir vorgestellt hat, das hat mich erreicht, darauf habe ich Lust. Vielleicht setzen wir das dann in der A-Klasse um, vielleicht auch in der B-Klasse? Dann spiele ich bestmöglich zweimal in der Runde gegen meine Freunde vom SVN“, freut er auf jedes Szenario. „Das liegt daran, dass alle Seiten damit fein sind. Mich nervt nichts am SVN, es gibt keinerlei Streit. Ich habe alles offen mit den Verantwortlichen beider Vereine kommuniziert“, sagt er. Die Türen für eine mögliche Rückkehr seien so nicht verschlossen.

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