Zweibrücken Suche nach Amtsleiter, der sich ums Geld kümmert, geht weiter

Die Stellen in der öffentlichen Verwaltung seien mittlerweile wieder stärker gefragt, sagt Bürgermeister Gauf.
Die Stellen in der öffentlichen Verwaltung seien mittlerweile wieder stärker gefragt, sagt Bürgermeister Gauf.

Zweibrücken sucht weiter einen Kämmerer, der sich um die Finanzen der Stadt kümmert. Dreimal wurde die Stelle schon ausgeschrieben. Woanders gibt es Erfolge zu vermelden.

Nachdem Julian Dormann die Stadtverwaltung im Sommer verlassen hat, um eine neue Stelle an der Universität Saarbrücken anzutreten, ist die Stelle unbesetzt. Die Leitung hat Dormanns Stellvertreter Bruno Maier übernommen. Er hatte die Kämmerei schon 2015 für ein Jahr geleitet, als der frühere Kämmerer Friedrich Wagner in Pension gegangen war. Bruno Maier geht im Sommer 2024 in Ruhestand. Seine Nachfolge sei mittlerweile geregelt, sagt Bürgermeister Christian Gauf, zu dessen Aufgabenbereich die Finanzen der Stadt gehören. Der neue Stellvertreter komme aus der Stadtverwaltung. Den Namen möchte Gauf noch nicht öffentlich nennen.

Der Kämmerer leitet die Finanzabteilung der Stadt. Die ist zuständig fürs Geld und stellt zum Beispiel die Haushaltspläne auf. Die Stelle des Kämmerers sei nach der Leitung des Rechtsamtes die höchstdotierte Stelle in der Verwaltung, sagt Gauf. Die Stelle wird mit A14 bezahlt, was je nach Zulage und Gehaltsstufe ungefähr 5000 bis 6000 Euro brutto entspricht – wobei das Grundgehalt etwas darunter beginnt und etwas darüber endet. Die Besoldungsgruppe A14 gehört zum höheren Dienst und setzt einen Master oder einen gleichwertigen Abschluss voraus.

Stelle wird zum vierten Mal ausgeschrieben

Davon sei die Verwaltung nun aber abgerückt, sagt Bürgermeister Gauf. Nachdem in den ersten beiden Runden kein geeigneter Bewerber gefunden wurde, war es bei der dritten Ausschreibung möglich, sich auch aus dem gehobenen Dienst heraus zu bewerben und sich dann weiterzuqualifizieren. Für den gehobenen Dienst reicht ein abgeschlossenes Bachelorstudium. Doch auch die dritte Runde hatte keinen Erfolg gebracht, wie OB Marold Wosnitza in der letzten Stadtratssitzung vor Weihnachten mitgeteilt hatte. Die Stelle soll im neuen Jahr zu vierten Mal ausgeschrieben werden. Das habe man bewusst nicht mehr vor dem Jahresende getan, sagt Gauf.

Die Stelle zu besetzen sei schwierig, räumt der Bürgermeister ein. Allerdings habe er auch festgestellt, dass sich die Rahmenbedingungen seit einem halben oder einem Dreivierteljahr verändert hätten. Die Stellen in der öffentlichen Verwaltung seien mittlerweile wieder stärker gefragt: „Man merkt, dass viele aus der freien Wirtschaft in sichere Berufe zurückwollen.“ So sei es gelungen, mehrere freie Stellen im Bauamt zu besetzen.

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