Zweibrücken Streik und Schnee am Montag hindern Busse am Fahren
In der Südwestpfalz hat die Polizei am Montag im Zeitraum von 5 bis 14 Uhr elf glättebedingte Unfälle gezählt, bei denen es meist bei Blechschäden im Gesamtumfang von 28.000 Euro blieb, sagt Christiane Lautenschläger vom Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern auf Anfrage. Lediglich bei einem Unfall bei Dahn sei ein Mensch leicht verletzt worden.
„Aus taktischen Gründen“, so der Verdi-Funktionär Marco Bärschneider vorige Woche zur RHEINPFALZ, hatte die Gewerkschaft das Personal der Queichtal-Nahverkehrsgesellschaft QNV von ihrem Aufruf zum Busfahrer-Warnstreik am Montag ausgenommen. Gleichwohl stellte die QNV am Vormittag schneebedingt ihre Fahrten auf praktisch allen Linien zwischen Zweibrücken und Umgebung ein. Am Nachmittag wurde der Nahverkehr dann schrittweise wieder aufgenommen, doch müsse man in diesen Tagen auch weiterhin mit lokalen Einschränkungen rechnen.
Transdev-Abschluss der GDL betrifft Stadtbus nicht
Gar nicht erst losgefahren sind am Montagmorgen die Fahrzeuge der Stadtbus Zweibrücken GmbH: Fast alle Fahrer bei diesem Unternehmen sind Mitglieder der Gewerkschaft Verdi, und diese hatte für Montag zum Warnstreik bis zum abendlichen Schichtende aufgerufen. Geplant ist, dass die Stadtbusse ab Dienstagmorgen, 5 Uhr, wieder regulär ihre Runden in Zweibrücken und seinen Stadtteilen drehen. Ob ihnen dabei der Schnee einen Strich durch die Rechnung macht, muss sich zeigen. Stadtbus-Betriebsleiterin Anja Belli-Jag schließt nicht aus, dass die Busfahrer auch am Dienstag gezwungen sein könnten, vor kritischen Steigungen sicherheitshalber umzukehren. „Wir werden aber fahren, so gut es geht.“
Die Stadtbus Zweibrücken GmbH ist eine Tochter des Transportunternehmens Transdev. Dieses hat vorige Woche mit der Lokführergewerkschaft GDL einen Tarifvertrag abgeschlossen. Jenes Abkommen, so Belli-Jag auf Nachfrage, gelte aber nur für Eisenbahnbedienstete, nicht für die Busverkehrsbetriebe von Transdev.