Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Stempelpech im Zweibrücker Rathaus: Wie heißt die Stadt noch mal?

Kleine Stempelpanne, viel Heiterkeit.
Kleine Stempelpanne, viel Heiterkeit.

Zweibrücken hat nicht mehr alle Buchstaben auf dem Stempel. Nein, kein verkehrtes Wortspiel. Das ist tatsächlich so passiert.

Wie gut, dass man sich im Zweibrücker Rathaus nicht bei der legendären TV-Show Glücksrad beworben hat. Spätestens beim Buchstabenkauf wäre es heikel geworden. Das „R“ – ein unscheinbarer, aber offenbar systemrelevanter Konsonant – hätte man dort nämlich glatt vergessen.

Worum geht’s? Ein kleiner Stempel, ein großes Aha-Erlebnis: Auf manchen Briefwahlunterlagen fehlte im Stadtnamen ausgerechnet jener Buchstabe, der aus zwei Ufern erst eine Verbindung macht. Aus „Zweibrücken“ wurde „Zweibücken“. Man könnte sagen: infrastruktureller Rückbau per Gummistempel. Die Briefwahlunterlagen sind mit dem Stadtnamen abgestempelt. Und ist der falsch, wird es für eine Verwaltung sehr schnell peinlich.

Immerhin: Im Rathaus fiel das Malheur schnell auf. „Der Fehler auf dem Stempel ist uns bekannt – ärgerlich und sollte nicht vorkommen, beeinflusst zum Glück aber nicht die Gültigkeit der Briefwahl“, heißt es offiziell.

Doch anstatt in bürokratische Schnappatmung zu verfallen, beweist die Verwaltung Humor – und das ist nun wirklich nicht alltäglich. „Wir bücken uns nun tief in die Stempelkiste und sortieren das gute Stück aus, damit in Zweibrücken künftig wieder korrekt ,brücken’ gestempelt wird“, lässt man wissen. Man möchte fast applaudieren: Wortspielkompetenz im Amt!

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