Zweibrücken Stadtnachrichten: Schützenstraße: Geßner will Gespräch mit Anwohnern

Der Immobilienmakler Willi Geßner, der in der Schützenstraße Häuser in zweiter Reihe bauen will (wir berichteten mehrfach), wird im Dezember das Gespräch mit den Anwohnern suchen. Dies teilte Geßner der RHEINPFALZ mit. „Aufgrund urlaubsbedingter Abweichungen wird dieser Termin voraussichtlich im Dezember 2016 stattfinden“, schreibt der Immobilienmakler. Das Projekt in der Schützenstraße ist eines von derzeit drei umstrittenen Bauvorhaben in der Stadt. Die Pläne Geßners sehen vor, hinter den bestehenden Häusern im Grünen mehrstöckige Bauten zu errichten. Die Anwohner, die ihre Balkone in diese Richtung haben, bangen um ihre Aussicht auf die Natur und um die Preise ihrer Immobilien. Das Interessante dabei: Die jetzigen Anwohner versichern, dass sie ihre Häuser und Wohnungen damals von Geßner gekauft haben. Der habe explizit mit der schönen und ruhigen Lage geworben, die er nun zubauen will. Deshalb hat der Stadtrat den Entwurf des Bebauungsplans im September von der Tagesordnung genommen und Geßner aufgefordert, die Angelegenheit mit den Anwohnern zu klären. Dieses Vorgehen kam quer durch die Fraktionen gut an. Sollten sich Makler und Anwohner nicht einigen, wollen beispielsweise die Grünen neu beraten. „Ich kann gut verstehen, dass die Leute sagen: So nicht. Aber wenn die Höhe der Bauten begrenzt wird, lässt sich bestimmt eine Lösung finden“, so Norbert Pohlmann, Vorsitzender der Fraktion der Grünen. Ähnlich äußert sich auch Kurt Dettweiler (FWG): „Klar will keiner Häuser im Garten, aber man muss abwägen.“ Auch Manfred Weber von den Parteilosen Bürgern Zweibrücken lässt das Argument mit der Aussicht nicht gelten. „Wenn jeder damit durchkommt, wird’s kritisch. Man muss sich anschauen, welche Gebäudehöhe dort passt“, so Weber. Ob es überhaupt zum Bau kommt, ist unklar. Ein Teil des Grundstücks gehört dem Land, das nach Informationen der RHEINPFALZ auf absehbare Zeit nicht verkaufen will. In einem Einkaufsmarkt am Etzelweg wurde am Montag nach Angaben der Polizei schon wieder eine ältere Dame beim Einkaufen bestohlen. Die Diebe klauten der 73-Jährigen den Geldbeutel aus der Handtasche und hoben mit der darin gefundenen EC-Karte Geld vom Konto der Frau ab. Der Schaden beträgt rund 1100 Euro. Seit Monaten kommt es in der Stadt, vor allem in den Einkaufsmärkten am Etzelweg, wo sich unter anderem Lidl, Aldi und Rewe angesiedelt haben, immer wieder zu solchen Vorfällen. Wie berichtet haben der Cap-Markt am Hallplatz und Edeka Ernst am Hilgardcenter mit verbesserter Videoüberwachung reagiert und damit nach Angaben der Betreiber das Problem gelöst. Lidl und Aldi haben sich eigenen Worten zufolge der Problematik ebenfalls angenommen, Rewe wollte sich damals zu den Taschendiebstählen nicht äußern. Die Polizei rät eindringlich, den Geldbeutel beim Einkaufen immer am Körper zu tragen und nicht in die Einkaufstasche zu stecken, die womöglich noch an den Einkaufswagen gehängt wird. Nach Polizeiangaben suchen sich die Taschendiebe gezielt ältere Frauen als Opfer aus. Die Polizei Zweibrücken veranstaltet zusammen mit der Stadt Zweibrücken am Donnerstag, 20. Oktober, 19 Uhr, in der Aula des Hofenfels-Gymnasiums Zweibrücken, ein Bürgerforum zum Thema Einbruch. Den Bürgern soll gezeigt werden, wie man die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, deutlich verringern kann. „Einbrüche in Wohnungen beeinflussen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wie kaum ein anderes Kriminalitätsphänomen. Gerade jetzt, zu Beginn der dunklen Jahreszeit, ist dieses Thema deshalb hochaktuell“, so die Polizei. Bei dem Bürgerforum stellt die Polizei ihre Bekämpfungsstrategie und Maßnahmen der Prävention vor. |mco