Zweibrücken Schwimmunterricht: Wer als Begleitperson in Frage kommt
„Zweibrücken lernt Schwimmen 2.0“ lautet das Motto der Initiative, die laut Oberbürgermeister Marold Wosnitza im Jahr 2018 ins Leben gerufen wurde. Doch dann kam Corona – und nun soll das Projekt wieder Fahrt aufnehmen. Im Kern gehe es um eine externe Unterstützung der Schulen beim Schwimmunterricht, erläutert Zweibrückens DRK-Chef Hans Prager. Denn diesen dürften Lehrer – gerade wenn Kinder noch nicht richtig schwimmen können – nicht alleine, sondern nur in Begleitung ausüben durchführen. Bislang übernehme dies meist ein Elternteil.
Bei „Zweibrücken lernt Schwimmen 2.0“ soll das anders sein. Vorgesehen ist, dass Menschen, die im Bundesfreiwilligendienst tätig sind (Bufdis) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten (FSJler) den Lehrkräften unter die Arme greifen. Demnach würden Bufdis oder FSJler zunächst bei der DRK-hauseigenen Wasserwacht eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer absolvieren. Wie lange dies dauert, sei von den individuellen Fähigkeiten abhängig. Meist sei die Ausbildung aber in wenigen Tagen abgeschlossen. Sozusagen als Zugabe obendrauf gibt es einen Erste-Hilfe-Kurs.
Festanstellung aus finanziellen Gründen nicht möglich
Die Schwimmunterricht-Begleitung ist Prager zufolge allerdings nur für FSJler und Bufdis möglich. Sie arbeiten 40 Stunden im Monat – dafür bekommen sie eine Vergütung von 350 Euro, zuzüglich 100 Euro für Spesen. Eine Festanstellung für diese Tätigkeit sei finanziell nicht möglich. Das wäre zwar wünschenswert, dafür fehle aber das Geld, erklärten Prager und Wosnitza übereinstimmend. Unzweifelhaft sei dagegen der Bedarf für die Begleiter: Beide verweisen auf die steigende Anzahl an Nichtschwimmern in Deutschland. Der OB ergänzt, dass nun bereits die Generation Kinder bekomme, die selbst schon nicht mehr richtig schwimmen gelernt habe.
Wie 2018 bei der Premiere wird das Projekt von der Sparkasse gesponsert. Auch die Stadtwerke leisten einen Beitrag, kündigte deren Chef Werner Brennemann an. Er selbst sei ein großer Freund des Projekts. „Uns ist es enorm wichtig, dass Kinder schwimmen können“, betonte Brennemann. Nun sucht das Rote Kreuz nach Freiwilligen, die den Job übernehmen können und wollen. An eine Bewerbungsflut glaubt Prager nicht. Dennoch hofft er, dass bis Januar jemand gefunden ist und die Schwimmunterricht-Begleitung beginnen kann.