Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Schimmelsporen in der Luft: Kita Vogelnest in Niederauerbach geschlossen

Die Kita Vogelnest wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Die Kita Vogelnest wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen.

26 Kinder der Kita Vogelnest in Niederauerbach stehen im Moment ohne Betreuung da. Am Dienstag, 28. April, wurde die Kita wegen Schimmelsporen in der Luft geschlossen.

Die Schließung der Kita sei „eine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Maren Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des protestantischen Kita-Verbunds Zweibrücken, auf Anfrage. Ein Gutachten habe gezeigt, dass Schimmelsporen in der Luft sind. Deshalb habe man unverzüglich handeln müssen. Die Kita bleibe bis auf weiteres geschlossen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Es stehen mehrere Optionen im Raum. Wir sind dabei, Ausweichquartiere zu prüfen.“ Im Moment würden die Kinder nicht betreut, erklärt Schmidt. Bei der Suche nach einem Ausweichquartier seien „mehrere Behörden mit im Boot“, deshalb gestalte sich die Suche aufwendig. Die Sache sei „komplex“, sagt Schmidt. Im Moment könne sie noch nicht mehr dazu sagen.

Die Kita Vogelnest gehört zum protestantischen Kita-Verbund Zweibrücken und fällt somit auch in den Zuständigkeitsbereich von Silke Gundacker, Dekanin des protestantischen Kirchenbezirks Zweibrücken. Gundacker ist diese Woche nicht im Haus; auch der Pfarrer der protestantischen Kirchengemeinde Niederauerbach, Matthias Strickler, war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Kein Geld für Gebäudesanierung da

Die personellen und baulichen Probleme in der Kita Vogelnest sind hinlänglich bekannt. Nicht zuletzt hatte Thorsten Gries, Stadtratsmitglied und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Niederauerbacher Vereine, wiederholt darauf aufmerksam gemacht. Reduzierte Betreuungszeiten und ganze Schließtage belasteten die Familien erheblich, so Gries. Es stelle sich die grundlegende Frage, ob es nicht besser sei, die Kita Vogelnest in die Trägerschaft der Stadt Zweibrücken zu überführen.

Bei der Kita Vogelnest handelt es sich um eine eingruppige Einrichtung. Die Kinder sind in einem Gebäude untergebracht, das dem Diakonissenverein gehört. Dieser hat aber kein Geld, die anstehenden Sanierungsmaßnahmen zu bezahlen, die Pfarrer Matthias Strickler auf rund 20.000 Euro schätzte. Probleme machten Strickler zufolge der Boden, der sich ablöse, und Schimmel am Windfang. Außerdem müssten Türen ersetzt und die Abstände am Gestänge an einer Feuerleiter verkleinert werden, damit die Kinder nicht den Kopf durchstrecken können.

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