Golf RHEINPFALZ Plus Artikel Pirmasenser Hempel siegt bei Liechtenstein Open im Stechen

Sophie-Charlott Hempel gewinnt die Liechtenstein Open auf drei verschiedenen Golfplätzen.
Sophie-Charlott Hempel gewinnt die Liechtenstein Open auf drei verschiedenen Golfplätzen.

Vier Länder, drei Plätze, ein Turnier: Sophie-Charlott Hempel aus Pirmasens hat am Wochenende die Liechtenstein Open gewonnen. Wie es am Ende zum Stechen kam, war ein bisschen kurios.

„Letztes Jahr war Sophie schon Zweite dort. Das ist ein mega-cooles Turnier und super organisiert“, berichtete Mama Kerstin Hempel-Huske anstelle ihrer Tochter, die am Montag schon wieder zum Training in die USA geflogen ist. Die 25-jährige Spielerin des Ersten Golfclubs Westpfalz setzte sich bei den Liechtenstein Open nach 225 Schlägen (12 über Par) im Stechen gegen Rania Feurer (GC Ennetsee) durch. Hempels wohnten in Rankweil/Österreich, der zweiten Station des Turniers. „Der Golfverband Liechtenstein hat ja keinen eigenen Golfplatz, daher wird das Turnier an drei verschiedenen Orten gespielt“, erklärte Hempel-Huske.

An Tag eins lief es für Sophie-Charlott auf dem Par 72-Platz des GC Bodensee Weissenberg in Deutschland mit 81 Schlägen noch nicht rund. „Das ist wohl der viertschwertse Platz in Deutschland, sagt man. Ganz eng, mit vielen Bäumen. Sophie hat gut gespielt. Aber die Grüns waren sehr langsam, so dass sie viele Dreier-Putts hatte“, berichtete die Mama. Tags darauf beim GC Montfort Rankweil in Österreich (Par 71) ging ihre Tochter mit fünf Schlägen über Par vom Platz.

Klasse Drive im Stechen bringt den Sieg

Den Schlusstag begann sie als Dritte von zwölf Teilnehmerinnen im Leaderflight, spielte beim GC Bad Ragaz (Par 70) in der Schweiz zwei unter Par. „Sie wollte den dritten Platz halten. Es gab kein Live-Scoring, wir wussten unterwegs gar nicht genau, wo sie liegt.“ Da die Führende Rania Feurer aber schwächelte, kam es noch zum Stechen. Im Clubhaus hatte es zwar zunächst geheißen, Hempel habe gewonnen. „Sie war ganz verdattert“, berichtete die Mama. Sie hatte danach schon alle Golfsachen ins Auto geräumt, als es hieß, Hempel und Feurer seien doch gleichauf. Die beiden mussten dann eine ganze Stunde warten, bis die Männer fertig waren und sie zum Stechen noch mal auf den Platz konnten. Den Sieg am entscheidenden Loch bereitete Hempel dann mit einem klasse Drive vor.

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