Fußball
Nachbarschaftsduell in Hornbach mit verschiedenen Vorzeichen
Die Rückrunde liest sich beim SV Hornbach wesentlich besser als die Hinserie. Nur einmal verließen sie 2026 in der B-Klasse den Platz als Verlierer. 18 Gegentore hatten ihnen die Kicker des SV Ixheim dabei eingeschenkt. „Da hatten wir eine auf den Deckel bekommen, aber die Reaktion jedes Einzelnen darauf war sehr wichtig für die Zukunft“, erklärt Spielertrainer Frédéric Beck. Die schlug sich in Form von beständig hoher Trainingsbeteiligung nieder, sowie einem besseren und vor allem geschlossenem Auftreten bei den Spielen nieder. Die erzielten Ergebnisse nach besagtem März-Spiel kamen aus Sicht des Franzosen nicht von ungefähr. „Wir spielen seitdem noch mehr als Mannschaft und nicht nur mit individuellen Personen.“
Wie gut sie seitdem drauf sind und wie stark das Teamgefüge ist, zeigte sich vor zwei Wochen im Heimspiel gegen den SV Obersimten. In 20 Minuten drehten Beck und seine Jungs ein 1:4 in ein 5:4. „Das war eine Partie, die erlebst du nicht so oft in deiner Fußballerzeit, die meisten wohl überhaupt nicht“, ist Beck immer noch stolz, wenn er darüber redet. „Als wir scheinbar aussichtslos zurücklagen hat man gesehen, was mit Wille und Zusammenhalt möglich ist.“
Noch ein internes Ziel
Die hervorragende Stimmung dürfe nun nicht ausgerechnet am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) im kleinen Nachbarschaftsduell daheim gegen den Liga-Konkurrenten SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II abreißen. „Meine Jungs wissen jetzt, wenn wir zusammenhalten und die Intensität hochhalten, dann werden wir das Spiel, in dem es sicherlich zur Sache gehen wird, gewinnen. Die SG hat zwar achtbare Ergebnisse eingefahren, und zweite Mannschaften sind auch immer Wundertüten von der Aufstellung her, aber wir sollten trotzdem gewinnen.“ Und dann haben er und seine Spieler noch ein internes Ziel vor Augen: „Wir haben die Saison noch nicht beendet, sondern es gibt ein Abkommen, dass wir keines der drei letzten Spiele mehr verlieren möchten.“
Die letzte Trainerstation von Dirk Darsow liegt schon etwas zurück. Es war noch zu Corona-Zeiten, als der heutige 48-Jährige die TuS-Damen in der Verbandsliga trainierte. Als der Anruf der Vereinsverantwortlichen ihn und seinen Freund Joachim Schubert erreichte, ob sie helfen wollen, die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II in der Liga zu halten, nahmen sie sofort an. „Wir wussten über den Zustand der Mannschaft eigentlich nichts, auch nicht, wie viele Spieler zur Verfügung stehen, wir haben einfach gesagt, wir machen das und wollen als Spielertrainer bis Sommer helfen, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, so Darsow.
Marke von 100 Gegentoren geknackt
Die englische Woche zuletzt begann mit einem Auswärtserfolg ganz gut, am Wochenende hatte die 1:6-Heimschlappe gegen den Hochstellerhof dafür gesorgt, dass die Marke von 100 Gegentoren geknackt wurde. „Ja, leider ist uns das gelungen“, musste er zugeben. Es mangele im Team an einer Achse aus erfahrenen und beständigen Spielern, aber das sei ein meist grundsätzliches Problem bei Vereinen mit zwei Mannschaften. „Aber die Jungs wollen, die geben alle Gas und wir arbeiten uns an das Ziel heran“, sagt er. So konnten sie zuletzt auch immer mal Erfolge für sich verbuchen. „Ein Sieg sollte uns bereits reichen, dann hätten wir 20 Punkte, dazu haben wir noch dreimal die Chance“, rechnet der Berufssoldat aus Rimschweiler vor.
Das Nachbarschaftsduell sei ein großes Thema während der Trainingswoche. Die SG müsse „zu einer Mannschaft, die nach ihrem Fiasko gegen Ixheim, eine brutale Serie gestartet hat“. Dementsprechend eine knifflige Aufgabe, „aber auch keine die unlösbar ist“. In Hornbach erfolgreich zu sein, wäre wegen des Derbycharakters doppelt schön, „ansonsten hätten wir eine Woche später das Endspiel gegen Martinshöhe II“.