Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Lars Urichs gute Aussichten

Freute sich in Gräfelfing riesig über die neue Bestleistung: Lars Urich vom LAZ Zweibrücken.
Freute sich in Gräfelfing riesig über die neue Bestleistung: Lars Urich vom LAZ Zweibrücken.

Gräfelfing im Landkreis München war am Wochenende für die Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken eine Reise wert: Etliche alte Bestleistungen wurden geknackt.

Beim „Touch the Clouds“-Festival verbesserte der Haßlocher Lars Urich seine erst unlängst aufgestellte Marke von 5,42 Meter um drei Zentimeter auf 5,45 Meter beim Sieg B-Feld „Sky Prime Men“ mit acht Springern. Bei gar nicht so einfachen Bedingungen am Sonntag, wie LAZ-Trainer Alexander Gakstädter berichtete: „Das war läuferisch schwierig bei immer leicht wechselnden Winden.“ Der 19-jährige Sportstudent in Saarbrücken nahm dennoch die 5,00 und die 5,15 Meter im ersten Versuch. Für 5,35 Meter brauchte er dann zwei Versuche, für die neue Bestmarke drei.

„Bei 5,55 Meter ist er dreimal durchgelaufen, da war die Luft raus. Die Beine oder der Kopf oder beides waren dann leer“, erklärte Gakstädter. Für Urich steht in diesem Jahr kein internationaler Wettkampf an, die nächste U23-EM steigt im Juli 2027 im polnischen Bydgoszcz. Die Norm wird wohl in Höhe seiner jetzigen Bestmarke liegen – gute Aussichten also.

Fokus auf die WM

Seine Vereinskollegin Paula Legner wird im U20-Sechserfeld der „Rising Clouds“ mit übersprungenen 4,05 Meter Zweite hinter Lotte Gretzler (4,15 m/USC Mainz), stellte damit ihre alte Bestmarke ein und bestätigte auch die Norm für U20-Weltmeisterschaften in Eugene/USA (5. bis 9. August 2026). „Das war sehr gut. Sie hatte auch die 4,10 Meter drauf, das war ganz knapp, aber die Power war weg“, urteilte Gakstädter nach dem Wettkampf der 19-Jährigen, die nach dem Abitur den Fokus erst mal voll auf den Sport und die U20-Weltmeisterschaften legt.

Das ist wohl auch nötig, denn bisher haben laut Gakstädter mit ihr bereits fünf Springerinnen die WM-Norm erfüllt – und nur zwei dürfen hinfahren. Da kommt den deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid (10. bis 12. Juli) eine große Bedeutung zu. Bis dahin muss Legner noch weiter den dreimonatigen Trainingsrückstand aufholen, den sie das Pfeiffersche Drüsenfieber samt Rückfall im Winter gekostet hatte. Ihr Altersgenosse Ben Silas Kribelbauer aus Mörsbach hatte die WM-Norm schon kürzlich in Wasserburg geknackt. Er hatte leichte Beugerproblme und blieb in Gräfelfing ohne gültigen Versuch.

David Könsgen bestätigte bei den U18-„Rising Clouds“ mit 4,75 Meter die Norm für die Europameisterschaften im italienischen Rieti (16. bis 19. Juli) und blieb nur fünf Zentimeter unter seiner Bestmarke. Der inzwischen 1,89 Meter große junge Mann hatte zwischendurch eine kleine Pause verordnet bekommen – er wächst immer unheimlich schnell. Auch Samuel Könsgen (2,70m/M12) und seine Schwester Mila (2,30 m/W12) sprangen Bestleistungen, Lola Dirnberger (3,25m/U20) blieb nur fünf Zentimeter darunter.

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