Zweibrücken / Südwestpfalz
Landtagswahl: Einer schafft’s nicht auf den Wahlzettel
Der Wahlausschuss hat am Mittwochnachmittag alle sieben Kandidaten zugelassen, die einen gültigen Wahlvorschlag eingereicht hatten. Drei kommen aus Zweibrücken, vier aus umliegenden Dörfern, vor allem aus der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben. Ein Interessent hat es nicht auf den Stimmzettel geschafft. Die Wahl ist am 22. März.
Der Wahlkreis 47 Zweibrücken umfasst neben der Stadt die Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Wallhalben, Waldfischbach-Burgalben und Zweibrücken-Land.
Bei der Wahl 2021 hatte der Zweibrücker Arzt Christoph Gensch (CDU) den Wahlkreis direkt gewonnen – zum zweiten Mal nach 2016. Der 47-Jährige tritt erneut an.
Für die SPD tritt Daniela Stauch (36 Jahre) aus Rieschweiler-Mühlbach an, die beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Trier über Asylanträge entscheidet.
Für die Grünen tritt der Förderschullehrer Dominik Fey (39) aus Vinningen an. Er war auch Direktkandidat bei der Bundestagswahl im Februar 2025.
Die AfD hat Sergej Weber (41), CNC-Fräser aus Zweibrücken, nominiert. Er war 2017 Bundestagskandidat für die Liberal-Konservativen Reformer, eine Kleinpartei, die der AfD-Mitbegründer Bernd Lucke ins Leben gerufen hatte, nachdem er aus der AfD ausgetreten war.
Die FDP stellt Sebastian Schäfer (39) aus Höhfröschen auf, der bereits 2021 für den Landtag und 2017 für den Bundestag kandidiert hatte. Er ist Büroleiter des Pirmasenser FDP-Landtagsabgeordneten Steven Wink.
Für die Linke tritt der Zweibrücker Künstler und Musiker Nicolas Perrault (37) an, für die Tierschutzpartei die Gymnasiallehrerin Manuela Baker-Kriebel (65) aus Höhfröschen, die zudem die Landesliste ihrer Partei anführt.
Freie Wähler und BSW stellen keinen Direktkandidaten
Die Freien Wähler stellen, anders als bei früheren Landtagswahlen, keinen Direktkandidaten auf. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hatte Uwe Hirtz aus Zweibrücken nominiert. Weil das BSW nicht mehr im Bundestag und nicht im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten ist, hätte er jedoch – wie die Kandidatin der Tierschutzpartei – 125 Unterstützungsunterschriften [nicht 150, wie in der ersten Version des Artikels stand] gebraucht, um antreten zu können. Die waren offenbar nicht zusammengekommen. Hauptamtsleiterin Alessa Buchmann sagte auf Anfrage, dass das BSW keinen Wahlvorschlag eingereicht habe.