Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Krieg im Orient: Was bedeutet das für Zweibrücker Urlauber?

Die Skyline Dohas, Hauptstadt von Katar, in der Abendsonne. 2022 gastierte hier die Fußball-Weltmeisterschaft. Argentinien besie
Die Skyline Dohas, Hauptstadt von Katar, in der Abendsonne. 2022 gastierte hier die Fußball-Weltmeisterschaft. Argentinien besiegte im Endspiel Frankreich im Elfmeterschießen.

Der militärische Konflikt im Orient überschattet das Luxusbild der Urlaubsziele Dubai, Abu Dhabi und Katar. Was bedeutet das für Zweibrücker Urlauber?

Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten saßen in den vergangenen Tagen zwei deutsche Kreuzfahrtschiffe − die „Mein Schiff 4“ und die „Mein Schiff 5“ − in den Häfen von Abu Dhabi und Katar fest. Michael Hugo, Chef des Zweibrücker Reisebüros Schmidt am Alexanderplatz, sagt auf RHEINPFALZ-Nachfrage, dass Anfang dieser Woche zwei Urlaubsreisen seiner Kunden im Orient kurzfristig abgesagt wurden − vonseiten der Reederei. Aber: Keiner seiner Kunden mache derzeit Urlaub im Orient. Zu den bereits abgesagten Reisen kamen laut Hugo drei Rückfragen wegen anstehender Urlaube rein. „Die sind aber längerfristig in der Zukunft“, sagt der Reisebüro-Chef.

Zwei deutsche Meinschiff-Kreuzfahrtschiffe sitzen im Orient fest. Unser Bild zeigt die „Meinschiff 4“ im Hafen von Doha. Das Bil
Zwei deutsche Meinschiff-Kreuzfahrtschiffe sitzen im Orient fest. Unser Bild zeigt die »Meinschiff 4« im Hafen von Doha. Das Bild stammt aus Dezember 2024.

Wie sich die Lage im Nahen Osten mit Blick auf April und Mai entwickelt, sei unklar. „Dass man sich keine Sorgen machen muss, kann ich so nicht sagen“, sagt Hugo. Aktuell gebe es eine Reisewarnung für den Orient, deshalb könnten Reisende kurzfristig stornieren, ohne dass sie auf ihren Kosten sitzenbleiben. Gibt es für ein Reiseziel jedoch keine Reisewarnung (mehr), dann müssen Umbuchungen und Stornierungen vom Kunden bezahlt werden. Hugo: „Wenn wegen einer Reisewarnung der Urlaub ausfällt, ist der Veranstalter verpflichtet, die Kosten zu erstatten.“

Achim Lehnen: „Wird hoffentlich nicht mehr lange gehen“

Achim Lehnen, Inhaber des Tui-Reisecenters beim Schloss, zeigt sich hoffnungsvoll. Am Freitag, 27. Februar, einen Tag vorm Angriff auf den Iran, seien seine letzten Kunden aus ihrem Orient-Urlaub zurückgekehrt. „Aktuell haben wir niemanden unserer Kunden vor Ort.“ Pauschalreisen in die Region, die in den kommenden Tagen starten sollen, könnten kostenfrei storniert werden. Probleme gibt’s laut Lehnen jedoch bei Flügen, die über Dubai, Abu Dhabi und Katar gehen − als Umsteigeverbindung. Oft müssten etwa Australien-Urlauber an einem dieser Flughäfen umsteigen. Findet der Flug dorthin nicht statt, gebe es für den Flug das Geld zurück; bei Individualreisen mitunter jedoch nicht für das „Landprogramm“ am Urlaubsziel, erklärt Lehnen.

Wolkenkratzer in Downtown Dubai. Diesen Anblick bekommt man, wenn man den Außenbereich um die Dubai-Mall besucht. Vor Ort steht
Wolkenkratzer in Downtown Dubai. Diesen Anblick bekommt man, wenn man den Außenbereich um die Dubai-Mall besucht. Vor Ort steht auch der Burj Khalifa, mit 828 Metern derzeit das höchste Gebäude der Welt.

„Ich hoffe, dass das jetzt nicht mehr lange geht“, sagt der Reisebüro-Inhaber. Dass der militärische Konflikt langfristig den Ruf der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars als sicheres Urlaubsziel schädigt, glaubt Lehnen nicht: „Der Mensch vergisst sehr schnell.“ Ähnlich sei das auch nach dem 11. September 2001 mit Reisen nach New York gewesen. Lehnen macht deutlich: Die Emirate sind für ihn ein absolut sicheres Reiseziel. „Die Kriminalitätsrate dort geht gegen null.“

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