Ernstweiler Grundschüler müssen weiter zum Mittagessen ins Gasthaus laufen

Die Albert-Schweitzer-Grundschule hat noch keine Mensa.
Die Albert-Schweitzer-Grundschule hat noch keine Mensa.

Die Ganztagsschüler der Albert-Schweitzer-Grundschule in Ernstweiler werden auch nächstes Schuljahr nicht in der Schule zu Mittag essen können. Die Mensa fehlt.

Die Grundschule ist seit diesem Schuljahr Ganztagsschule. Laut Schuldezernentin Christina Rauch (CDU) nehmen etwa 100 Kinder am Mittagessen teil. Anders als in den übrigen Zweibrücker Ganztagsschulen können sie aber nicht in der Schule essen, weil es dort noch keine Mensa gibt. Einfach Tische in den Flur stellen, das sei unter anderem wegen des Brandschutzes nicht möglich, sagte Rauch vergangene Woche im Stadtrat. Die Kinder gehen deshalb zur Mittagszeit in den nahe gelegenen Ernstweilerhof und essen dort. Darum kümmert sich die Agentur Festlicht, die auch die Festhalle betreibt und die ihren Sitz am Ernstweilerhof hat.

Für die Stadt bedeutet das Mehrkosten. Zwar kostet das Mittagessen für die beiden anderen Ganztagsgrundschulen Hilgard- und Pestalozzischule 4,35 Euro pro essendem Schüler und an der Albert-Schweitzer-Schule nur 3,90 Euro, aber dafür kommen hier Raumkosten von 4,46 Euro pro Schüler dazu, am Ende also 8,36 Euro. Während sich die Eltern an den Kosten fürs Essen beteiligen und 45.000 der 65.000 Euro beisteuern, bleiben die Raumkosten von 70.000 Euro komplett an der Stadt hängen.

Die Stadt wolle den Essensraum an der Schule zügig gestalten, versprach Christina Rauch, die zudem mitteilte, dass die Aufsichtsbehörde ADD bereits im September 2022 der Raumplanung zugestimmt habe. Das erstaunte Rolf Franzen (CDU), der sich wunderte, dass sich der Bauausschuss in diesen zehn Monaten immer noch nicht mit dem Ausbau der Schule befasst habe. „Das kostet ja schon eine Stange Geld“, sagte er zu den Mehrkosten beim Essen.

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