Pferdesport
Frühlingsturnier des RFV Zweibrücken: Traumwetter und viel Publikum
Am Ostern hat der Reit- und Fahrverein Zweibrücken sein Frühjahrs-Springturnier im Landgestüt ausgerichtet. Bei insgesamt 13 Prüfungen an Samstag und Sonntag traten die Reiter und Reiterinnen zum zweiten Freiluftturnier in diesem Jahr an.
Dass der traditionelle Termin Anfang April in diesem Jahr auf Ostern fiel, war Fluch und Segen zugleich: Etliche Reiter waren in Urlaub, was man an geringeren Starterzahlen merkte. Dafür sorgte das schöne Wetter am Sonntag für mehr Zuschauer, auch solche, die in der Allee spazieren waren und eher zufällig am Reitplatz vorbeikamen.
Die Schwestern Hanna und Clara Pippart engagieren sich im Vorstand des veranstaltenden Reit- und Fahrvereins. Hanna ist seit 2016 Teil des Vorstands und seit rund drei Jahren Vorsitzende des Vereins. „Wir starten immer am ersten April-Wochenende. Die Nennungen waren eher zurückhaltend. Man merkt, dass Ferienzeit ist. Trotzdem sind wir zufrieden. Wir haben das Turnier ja bereits mit rückläufigen Nennzahlen geplant“, sagte sie am Samstag.
Nur zwei Teams
Dass bei der Mannschafts-Springprüfung der Klasse A, dem Finale des Landgestütscups 2025, am Sonntagmorgen allerdings nur zwei Mannschaften gegeneinander antreten würden, war am Samstag noch nicht abzusehen. Hier siegte das Team der Etzenbacher Mühle vor dem Reit- und Fahrverein Zweibrücken.
Ansonsten waren die Springprüfungen von der Klasse E bis zur Klasse L durchschnittlich besetzt, was die Starterzahlen angeht. „Wir haben zwei Prüfungen mehr dazugenommen und sind noch im Schnitt. Die Nennungen könnten ein klein wenig mehr sein“, erklärte Hanna Pippart. Positiv überrascht waren die beiden Schwestern, dass das Starterfeld trotzdem so breitgefächert war. „Aus Bitburg und auch aus Luxemburg waren Reiter da“, betonte Clara Pippart. Und das trotz Ostern und trotz der sehr hohen Benzinpreise. Auch die Helfer des Vereins haben mitgezogen. Und das, obwohl erst kurz vorher die Pferde-Gala gewesen war. Aber auch hier habe man die Ferien gemerkt. „Helfer, die sonst immer dabei sind, haben uns am Wochenende abgesagt, weil sie nicht da sind. Wir haben aber eine super Kooperation mit dem Schulpferdereitbetrieb Rubly, der hier Reitunterricht anbietet. Da sind etliche Reitschüler, die konnten zum Helfen animiert werden. Das klappt klasse“, freute sich Clara Pippart.
Gute Zusammenarbeit
Und auch mit dem Club Saar-Pfälzischer Springreiter arbeitet der Reit- und Fahrverein zusammen. Der RFV konnte auch an diesem Wochenende beispielsweise Hindernisse und den Lastwagen für die Richter vom Club benutzen. Als Konkurrenz sieht der RFV Zweibrücken den Springreiterclub nicht, auch wenn der bereits vor dem RFV-Turnier das erste Freiluft-Turnier bereits im März ins Landgestüt geholt hatte. „Morgen ist das E-Springen, sowas haben die Springreiter gar nicht, die untersten Einstiegsprüfungen. Aber man muss ehrlich sagen, da gehen die Nennzahlen zurück. Und wir überlegen uns, ob das auf Dauer zielführend ist, wenn man so wenig Nennungen hat. Wir haben elf, zwölf Nennungen“, erklärt Clara Pippart. Ihre Schwester Hanna ergänzt: „Die Kosten im Reitsport steigen insgesamt, und dann ist ein Turnier für viele eine Kostenfrage. Rechnen tut sich das für Reiter eh nicht.“