Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Finnisch-italienische Kombination beim FKP II

Außenverteidiger-Talent: Kimi Alessandro Frary vom Verbandsligisten FK Pirmasens II (rechts) .
Außenverteidiger-Talent: Kimi Alessandro Frary vom Verbandsligisten FK Pirmasens II (rechts) .

Einen finnischen und einen italienischen Vornamen trägt ein junger Verbandsliga-Fußballer des FK Pirmasens – und das hat seine Gründe.

„Mein Vater war Fan von Kimi Räikkönen und hat sich da wohl durchgesetzt“, erklärt Kimi Alessandro Frary, wie er zu seinem ersten Vornamen kam. Der Finne Räikkönen wurde 2007 in einem Ferrari Formel-1-Weltmeister. Womit wir schon bei Italien wären. Frarys Mama ist Italienerin; Alessandro, der zweite Vorname, stammt also von der mütterlichen Seite. „Meine Mutter hieß mit Mädchennamen Basso“, erzählt der 19-Jährige. „Ich bin aber in Deutschland geboren“, fügt der in Rieschweiler-Mühlbach wohnende Student des Bauingenieurwesens an, der zu Beginn des Jahres am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium sein Abitur bestanden hatte.

Gutes Gespräch mit Rubeck

Bei der SG Rieschweiler begann auch seine Karriere. „Ich bin dann in der Jugend zum FC Homburg gewechselt und habe dann bis zum ersten A-Junioren-Jahr dort gespielt. Fast immer in der Regionalliga, einmal auch in der Landesliga“, sagt der Linksverteidiger. „Ich hatte damals im Winter, schon ein halbes Jahr vor meinem Wechsel zum FKP, ein gutes Gespräch mit dem Pirmasenser U19-Trainer Peter Rubeck. Das hörte sich gut an.“

Frary kam also im Sommer 2024 auf die Husterhöhe und wurde unter Rubeck mit dem FK Pirmasens Meister in der A-Junioren-Regionalliga. Ein Jahr später rückte er ins zweite Herrenteam auf, für das er diese Saison bisher 15 von 16 möglichen Spielen bestritt, dabei meist zur Startelf zählte. Am vergangenen Wochenende stand Frary mal wieder nicht in der Startformation der FKP-Verbandsliga-Truppe. Der Außenverteidiger wurde in der 90. Spielminute eingewechselt, da war der Hase im Spiel beim Tabellenvierten FC Basara Mainz beim Spielstand von 6:2 aber auch schon sprichwörtlich über der Höhe.

Löchrigste Abwehr

Für die Mannschaft von Coach Stephan Schwarz läuft es in dieser Saison bisher durchwachsen. Nach bisher 17 Begegnungen stehen 16 Zähler aus fünf Siegen, einem Unentschieden und elf Niederlagen zu Buche. Die vergangenen Wochen sind dabei ein stetes Auf und Ab, fast immer zwischen Siegen und Niederlagen hin und her. Und die Pirmasenser U23 stellt dabei mit 53 Gegentoren (bei 29 geschossenen eigenen) die mit Abstand löchrigste Abwehr der Liga.

Natürlich ist die erste Mannschaft Kimi Frarys Ziel. „Ich habe schon als U19-Spieler mal eine Woche mit dem Oberliga-Kader trainiert. Der Kontakt zu Oberliga-Trainer Daniel Paulus ist da“, sagt Frary. Im nächsten Verbandsliga-Spiel am Sonntag (15 Uhr) beim Neunten und Fast-Tabellennachbarn TSG Bretzenheim (18 Punkte, FKP-Kunstrasen Husterhöhe) sollten jetzt im Heimspiel wieder Punkte her. In der Vorwoche, vor dem Spiel in Mainz hatte Frary noch auf eine Überraschung gehofft, die am Ende dann nicht gelang. Seine Devise von damals gilt aber auch gegen Bretzenheim noch: „Gegen uns ist es immer eklig zu spielen“, betont Frary.

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