Zweibrücken
Fasaneriestraße, Stadion – und bald eine Straße in Mittelbach?
Aus dem Fördertopf Rheinland-Pfalz-Plan hat das Land der Stadt Zweibrücken 30 Millionen Euro zugesagt. Die Gelder aus dem Sondervermögen des Bundes dürfen in den kommenden zwölf Jahren vor Ort für Infrastruktur-Projekte in Straßenbau, Schulen, Sporteinrichtungen, Klimaschutz und kommunale Immobilien ausgegeben werden. Zurzeit wird im Rathaus eine Liste mit möglichen Projekten in Zweibrücken und seinen Stadtteilen zusammengestellt, die nächste Woche dem Bauausschuss und am 25. März dem Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden soll.
Ein Vorhaben auf dieser Liste mit Projektvorschlägen wird die Sanierung der verlängerten Kirchentalstraße in Mittelbach sein, die außerhalb der Ortslage zum Weiher und zum Rechentalerhof führt. Kurt Dettweiler (FWG) sieht hier „die einzige Möglichkeit für eine Sanierung dieser Straße“. Denn städtische Haushaltsmittel seien dafür nicht vorhanden, und über wiederkehrende Beiträge lasse sich das Vorhaben nicht finanzieren.
Ein Wunsch des Mittelbacher Ortsbeirats
Nach Auskunft des städtischen Umwelt- und Servicebetriebs (UBZ) ließe sich ein Ausbau für 350.000 Euro bewerkstelligen, indem der Verkehrsweg mit einer neuen Schotterschicht versehen und dann mit Asphalt überzogen wird. „Das ist der richtige Weg“, befürwortet Dettweiler diese eher preisgünstige Methode. Zumal im Budget auch noch der Einbau befahrbarer Seitenstreifen mit drin wäre. Der Mittelbacher Ortsbeirat hatte die Stadtverwaltung um Aufnahme des Projekts ins Förderprogramm gebeten.
Im Hauptausschuss erinnerte Oberbürgermeister Marold Wosnitza daran, dass bereits beschlossen wurde, aus dem Rheinland-Pfalz-Plan auch die marode Fasaneriestraße und den Umkleide- und Sanitärblock im Westpfalz-Stadion zu sanieren.
Himmelsbergstollen passt nicht ins Profil
Elisabeth Metzger (CDU) erkundigte sich, ob man mit Geld aus dem Fördertopf auch den Zweibrücker Himmelsbergstollen ausbauen könnte. Marold Wosnitza verneinte: Das wäre ein Vorhaben aus dem Bereich Tourismus beziehungsweise Denkmalschutz – und das passe nicht ins Anforderungsprofil des Rheinland-Pfalz-Plans für Bildung, Klima und Infrastruktur.