Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Drittligist SV 64 Zweibrücken tritt zum Nachholspiel in Saarlouis an

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Derby, der zweite Versuch: Nachdem Ende November das mit Spannung erwartete Duell in der Dritten Liga zwischen der HG Saarlouis und dem SV 64 Zweibrücken bereits nach vier Minuten wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen werden musste, gibt es für die Handball-Fans nun mit dem Nachholspiel eine vorweihnachtliche Bescherung. Am Samstag (19.30 Uhr) gastieren die Zweibrücker in der Saarlouiser Stadtgartenhalle.

Die beste Nachricht zuerst: Dem Zuschauer, dessen Herzprobleme den medizinischen Noteinsatz ausgelöst hatten, geht es wieder gut. Die Zweibrücker haben aus diesem Erlebnis Konsequenzen gezogen und haben – zusätzlich zum medizinischen Personal, das ohnehin bei Heimspielen vor Ort ist – nun regelmäßig zwei DRK-Helfer in der Halle. Schon gegen Haßloch war das der Fall.

Sportlich gibt es auch gute Nachrichten: Das Derby, das viele gerne zum regulären Termin gespielt hätten, um ein bisschen länger Weihnachtsruhe zu haben, hat aufgrund der Tabellensituation an Brisanz gewonnen. Die beiden Spiele nach dem ursprünglichen Termin haben die Saarlouiser verloren, während der SV 64 durch die Siege gegen Haßloch und in Schwetzingen Selbstvertrauen getankt hat. Im Nachbarschaftsduell (die HGS ist Tabellensechster, der SV 64 Siebter) treffen also zwei punktgleiche Teams (12:14) aufeinander.

Top-Torschützen im Duell gegeneinander

Es ist das Aufeinandertreffen von vier der fünf besten Torschützen dieser Drittliga-Staffel: HGS-Linksaußen Tommy Wirtz hat mit 101 Toren die Nase vorn. Drittbester Werfer in der gesamten Staffel ist SV-Kreisläufer Kevin Knieps (83), der wie Wirtz bei der HGS auch die Verantwortung von der Siebenmeterlinie übernimmt. 38-mal versenkte Wirtz einen Strafwurf, 32-mal Knieps. Hinter Knieps grüßen im SV-Trikot mit Tim Götz (71/4) und Philipp Kockler (70) die viert- und fünftbesten Werfer der Staffel. Dass HGS-Trainer Philipp Kessler fordert, dass die Kreise dieser erfolgreichen SV-Achse gestört werden müssen, ist also nachvollziehbar.

SV-Trainer Stefan Bullacher ist ganz entspannt. „Wir haben überhaupt nichts zu verlieren“, sagt er. Im Gegensatz zu Saarlouis, wo die Devise lautet, dass ein Heimsieg Pflicht ist. „Wir haben die Punkte mit einer Mannschaft geholt, die viel wegstecken musste, personell gebeutelt wurde, und der die bisherigen Ergebnisse wohl kaum jemand zugetraut hätte“, sagt Bullacher. Saarlouis, das neben dem Luxemburger Top-Außen Wirtz mit Lukas Hüller einen starken Mittelmann verpflichtete, ist dagegen mit dem bisherigen Saisonverlauf wohl nur bedingt zufrieden.

SV-Angriff gegen die besten Torhüter der Liga

Was sich nicht verändert hat: „Saarlouis hat mit Patrick Schulz und Darius Jonczyk noch immer eines der besten, wenn nicht sogar das beste Torhütergespann der Liga“, weiß Bullacher. Wie sich seine Kanoniere gegen die Saarlouiser Keeper in Szene setzen können, „das wird eine ganz entscheidende Frage sein“. Aber natürlich auch, welchen Zugriff die Defensive bekommt. Gegen zwei Mannschaften, die gerne auf die 7:6-Überzahl-Variante setzen, war die Zweibrücker Abwehr zuletzt hellwach.

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