Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Die „Schiff-Kirche“ in Rimschweiler feiert 60. Geburtstag

Die protestantische Matthäus-Kirche in Rimschweiler hat Geburtstag.
Die protestantische Matthäus-Kirche in Rimschweiler hat Geburtstag.

Im Jahr 1966 wurden in Rimschweiler gleich zwei Kirchen geweiht, zunächst die katholische, dann die protestantische. Am Sonntag wird bei den Protestanten gefeiert.

Die protestantische Matthäus-Kirche in Rimschweiler hat Geburtstag: Das Gotteshaus wird 60 Jahre alt – gebaut in einer Zeit, in der sich viele Dörfer eigene Kirchen wünschten. In Rimschweiler entstanden gleich zwei: eine katholische und eine protestantische Kirche. Im Februar weihten die Katholiken ihre Kirche ein, die Protestanten folgten am 8. Mai.

Seit Dezember 2025 betreut Daniel Seel die protestantische Kirchengemeinde Rimschweiler. Seel ist Pfarrer in Hornbach-Brenschelbach und Althornbach. „Nach jahrelanger Zugehörigkeit zu Zweibrücken wollten die Rimschweiler Protestanten zur historisch gewachsenen Verbindung ins Hornbachtal zurückkehren“, sagt Seel. Dort besuchten sie Gottesdienste, als sie noch keine eigene Kirche hatten. Einen eigenen Pfarrer hat die Gemeinde seit Längerem nicht mehr.

Offiziell ist der Wechsel der protestantischen Gemeinde Rimschweiler ins Hornbachtal noch nicht abgeschlossen, sagt Seel. Der Prozess sei „in Arbeit“. Derzeit firmiert die Gemeinde unter „Protestantische Kirchengemeinde Hornbachtal mit Protestantischer Kirchengemeinde Rimschweiler“.

Gute Zusammenarbeit mit den Katholiken im Ort

Nach Seels Meinung hat die Gemeinde eine Zukunft: „Die Jugendarbeit läuft sehr gut. Jüngere Erwachsene beerben Ältere. Es ist eine Kirche im Aufbruch, da entwickelt sich eine schöne Dynamik.“ 2025 habe man einen Förderverein für die Jugendarbeit gegründet und eine Jugendleiterin angestellt. „Eine Aufbauarbeit, die ich mir überall wünsche“, sagt Seel.

Auch die Zusammenarbeit mit den Katholiken im Ort funktioniere „sehr gut; wir haben ein freundschaftlich-unterstützendes Verhältnis“. Zur Jubiläumsfeier der Katholiken vor wenigen Wochen seien die Protestanten eingeladen gewesen. Umgekehrt halte man es genauso und freue sich, die katholischen Gemeindemitglieder zum Jubiläum begrüßen zu können, sagt Seel.

Bereits Ende der 1950er-Jahre setzten sich die Rimschweiler Protestanten für den Bau eines eigenen Gotteshauses ein. Das steht in der Festschrift zur Einweihung der Matthäuskirche am 8. Mai 1966. Auch die Spendenbereitschaft war groß: 110.000 Mark kamen zusammen; die Gesamtkosten beliefen sich auf 680.000 Mark. Im Juli 1964 begannen die Bauarbeiten, im Oktober desselben Jahres wurde der Grundstein gelegt.

Die Form eines Schiffes

Die Matthäus-Kirche hat die Form eines Schiffes: Der Grundriss ist elliptisch; der Turm erhebt sich freistehend und ist mit dem Kirchenschiff nur durch eine niedrige Mauer verbunden. Die Kirche liegt mitten im Ort auf einer kleinen Anhöhe. Sie hat ein Untergeschoss, in dem sich Gemeindesaal, Küche und Nebenräume befinden. Kirche und Gemeindezentrum bilden eine bauliche Einheit.

Die katholische Kirche in Rimschweiler liegt – von Zweibrücken kommend – am Ende des Dorfes. Sie ist Johannes Maria Vianney gewidmet. Geweiht wurde sie am 27. Februar 1966; zuvor besuchten die Katholiken den Gottesdienst in Hornbach.

1966 wurden jedoch nicht nur die beiden Kirchen in Rimschweiler geweiht, sondern im Spätherbst auch die katholische Kirche St. Pirmin in Bubenhausen.

Info

Festgottesdienst zu 60 Jahre Matthäus-Kirche in Rimschweiler am Sonntag, 10. Mai, um 14 Uhr. Anschließend gemütliches Beisammensein.

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