Sportlerwahl Die Nominierten: Wer wird Sportlerin des Jahres 2025 in Zweibrücken und Umgebung?

Die Nominierten
Die Nominierten

Wer wird der RHEINPFALZ-Sportlerin des Jahres 2025 in der Region Zweibrücken? Die Sportredaktion stellt fünf Kandidaten zur Abstimmung.

Seit 1990 küren die RHEINPFALZ-Leser inzwischen schon die Sportler des vergangenen Jahres. Auch im Jahr 2025 waren Sportler aus Zweibrücken und der Region auf regionalem, nationalem und internationalem Feld erfolgreich. Die Lokalredaktion der RHEINPFALZ stellt Ihnen fünf Sportlerinnen, fünf Sportler, und fünf Mannschaften vor, die aus unserer Sicht im Vorjahr Außergewöhnliches geleistet haben. Unter der Fülle der guten sportlichen Leistungen haben wir eine Vorauswahl getroffen. Wir versuchen dabei, die jeweiligen Titel und Sportarten in Relation zu setzen, manch tolle Leistung bleibt dabei sicher auf der Strecke.

Festgelegte Kriterien für unsere Auswahl sind seit jeher: Die Sportler müssen aus dem Verbreitungsgebiet stammen, hier leben oder für einen hiesigen Verein starten. Titel allein zählen nicht. Wir schlagen nur Sportler vor, die mindestens 15 Jahre alt sind. Das Voting läuft bis zum 8. April.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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Bei den fünf nominierten Sportlerinnen kämpft sich eine Sprinterin mit Erfolg durch den strömenden Regen von Tokio. Eine Kanutin geht erst mal baden, bevor sie danach doch noch in die große Feierlaune kommt. Und eine Stabhochspringerin wird durch ein kleines Malheur nachhaltig ausgebremst.

Sina Mayer (Leichtathletik)

In jüngster Zeit musste Sprinterin Sina Mayer vom LAZ Zweibrücken neben den Trainingsklamotten öfter auch ein Gala-Kleid anziehen – für diverse Ehrungen. Zu Recht: Die 30-Jährige aus Schönenberg-Kübelberg hatte im Vorjahr eine sensationelle Comeback-Saison. Schon früh zeigte die bei der Victor’s Group in Saarbrücken im operativen Management beschäftigte Mayer gute Zeiten – neben der Arbeit, weil sie nach dem Seuchenjahr 2024 mit Verletzungen und Krankheiten keinen Kaderstatus mehr hatte.

Sina Mayer
Sina Mayer

Im Juni lief sie auf Malta über 100 Meter in 11,20 Sekunden eine neue Bestzeit, die alte (11,25 sec) war da schon sieben Jahre alt. Anfang August holte die süddeutsche Hallenmeisterin bei den deutschen Meisterschaften in Dresden Bronze (11,37 sec). Der Knaller kam aber erst noch: Sie startete bei den Weltmeisterschaften erstmals im Einzel über 100 Meter – und gewann später als Startläuferin mit Rebekka Haase, Sophia Junk und Gina Lückenkemper im strömenden Regen von Tokio WM-Bronze mit der 4x100 Meter-Staffel (41,87 sec).

Gina Müller (Boule)

Als Gina Müller den Anruf der Bundestrainerin erhielt, dass sie bei den Boule-Weltmeisterschaften in Italiens Hauptstadt Rom vom 17. bis 22. September dabei ist, kam das für die 26-Jährige aus Ernstweiler nicht ganz überraschend. Die Spielerin des Regionalligisten TSG Mittelbach-Hengstbach hatte in den Sichtungsturnieren gute Leistungen gezeigt. Die Erzieherin im Kindergarten Rimschweiler, die Boule spielt, seit sie acht Jahre alt ist, bereitete sich mit Papa und Trainer Walter Müller intensiv auf die WM vor: mit Yoga, Meditation, Teilnahmen an Großturnieren in Bacharach und Travemünde sowie einem internationalen Turnier in Monaco.

Gina Müller
Gina Müller

In Rom hatte sie dann zehn Spiele in drei Tagen und landete mit Boulepartner André Skiba in der Disziplin Doublette Mixte auf Rang fünf. Bei den Doublette Damen schied sie mit Nina Schell in der Vorrunde aus. Von Rom selbst war Müller begeistert, von der WM-Organisation weniger: „Da sind die Zweibrücker Stadtmeisterschaften auf jeden Fall besser organisiert“, urteilte sie hinterher.

Britta Jung (Kanuslalom)

Erst gekentert, dann triumphiert: Slalomkanutin Britta Jung aus Höheischweiler scheiterte Mitte Juli bei ihrem Debüt bei den U18-Weltmeisterschaften zwar im Halbfinale in ihrer Lieblingsdisziplin Kajak-Einer. Doch dann schnappte sich die 16-jährige Sportlerin der Wassersportfreunde Zweibrücken im südfranzösischen Foix die Silbermedaille im Kajak-Cross Individual und dann noch im ursprünglichen, seit 2024 olympischen Kajak-Cross.

Britta Jung
Britta Jung

Dabei gehörte die Schülerin der nun elften Klasse des Pirmasenser Immanuel-Kant-Gymnasiums (Leistungsfächer Mathematik, Geschichte und Französisch) erst seit Mai 2025 dem deutschen U18-Nationalteam an. Bei häufigen Rennstarts im Nachbarland Frankreich stieg sie zudem in die N1-Klasse, die erste Liga, auf. Später im Sommer holte Jung bei den U18-Europameisterschaften im slowenischen Solkan noch Gold im Kajak-Cross und Bronze mit dem deutschen Kajak-Juniorinnen-Team. Bei der DM rundeten Kajak-Gold und Canadier-Bronze bei der Jugend im Oktober ihre Top-Saison ab.

Paula Legner (Leichtathletik/Stabhochsprung)

Stabhochspringerin Paula Legner hat ein prima Sportjahr hinter sich – inklusive eines ärgerlichen Malheurs im Sommer. Mit einer Bestleistung von 3,80 Meter war sie ins Jahr gestartet. Bei den Landesmeisterschaften im Juni holte sich die Sportlerin des LAZ Zweibrücken in der Gluthitze von Eisenberg schon mit 3,90 Metern Bronze bei den Frauen, in der U23-Klasse gewann der Schützling von Trainer Alexander Gakstädter mit der gleichen Höhe eine Woche später Silber bei den süddeutschen Meisterschaften. Silbern glänzte auch ihre Medaille bei den Süddeutschen der Frauen mit glatt 4,00 Metern.

Paula Legner
Paula Legner

Bei der deutschen Meisterschaft der U20-Altersklasse gewann die 18-jährige Schülerin der zwölften Klasse des Helmholtz-Gymnasiums dann mit starken 4,05 Meter sogar Gold und den DM-Titel. Bei ihrem internationalen Debüt, den U20-Europameisterschaften im August in Finnland, hatte sie dann Pech: Ihre Stäbe waren in Frankfurt liegen geblieben, sie musste sich andere ausleihen und scheiterte mit 3,75 Meter daher in der Qualifikation.

Livia Könsgen (Leichtathletik/Stabhochsprung)

Das Jahr fing gut an für Livia Könsgen: Die 17-jährige Stabhochspringerin des LAZ Zweibrücken holte sich bei den Pfalzmeisterschaften nach einem halben Jahr Verletzungspause gleich mal die Titel der Hallen-Pfalzmeisterin bei den Frauen (3,50 Meter) und in der U20-Altersklasse (3,60 m). Bei der U20-Hallen-DM landete Könsgen, die mit ihrer sehr sportaffinen Familie – Papa Patrick, Mama Eva und den drei jüngeren Geschwistern David, Samuel und Mila – in Bexbach lebt, mit 3,55 Metern auf Rang sieben. Im Sommer heimste der Schützling von Coach Alexander Gakstädter bei den süddeutschen U23-Titelkämpfen Rang vier ein (3,60 Meter, Bestmarke 3,65 m), bei den deutschen U20-Meisterschaften Platz sechs.

Livia Könsgen
Livia Könsgen

Davor hatte sie noch anderweitig geschwitzt: Im Sommer bestand Livia Könsgen am Homburger Saarpfalz-Gymnasium ihr Abitur. Danach trat sie bei ihrem Verein ein Freiwilliges Soziales Jahr an, kümmert sich im LAZ seitdem um die Social-Media-Accounts, ein Wintercamp und ist in diversen Gruppen als Trainerin aktiv.sai

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