Handball
Die Mail-Flut des VTZ-Vorsitzenden Wenzel wegen eines Zweibrücker Spiels
Versuchen, ruhig und flexibel zu bleiben, den Überblick behalten, auch in schwierigen Situationen die besten Lösungen finden – das sind Wenzels Herausforderungen. Der 44-Jährige ist bei der VTZ zuständig für den Bereich Spieltechnik. Darunter fallen die Organisation des Spielbetriebs, die Spielplangestaltung, die Koordination der Hallenbelegung. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die Corona komplizierter gemacht hat. Wenzel ist jetzt auch Hygienebeauftragter, kümmert sich bei den VTZ-Handballern um Fragen rund um Corona. Ja, bestätigt er lachend, „ich habe kostenlos und unfreiwillig eine Zusatzausbildung als Virologe und Jurist bekommen“.
Corona-Diskrepanzen zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Am Montag trat die 30. Corona-Landesverordnung in Rheinland-Pfalz in Kraft. „Mittlerweile verstehe ich die Verordnungen“, sagt der Diplom-Informatiker. Diese sind die Grundlage für das mit dem Gesundheitsamt abgestimmte geltende Hygienekonzept. Gekrönt wird das Ganze durch die Tatsache, „dass wir mit allen Mannschaften, außer den Oberliga-Herren, im Handball-Verband Saar spielen“, sagt Wenzel. Das bringt zusätzlichen Mail-Verkehr und Telefonate mit Gästeteams im Vorfeld. Denn die Westpfalzhalle steht nun mal in Rheinland-Pfalz, und da gelten fast immer andere Corona-Vorgaben als im Saarland. Der Standort zählt, nicht die Verbandszugehörigkeit.
„Für das Wochenende sind bereits vier Jugendspiele abgesagt“, erläutert Wenzel. Omikron ist angekommen. Auch die Partie der VTZ-Herren in Saulheim war fraglich nach dem Corona-Ausbruch. Seit dem ersten Positivtest beim Oberliga-Team am Montag vor einer Woche, der die Spielabsage gegen Vallendar folgte, herrscht bei Wenzel Hochbetrieb. Die Viruslast war bei einigen Betroffenen sehr hoch. „Wir werden von keinem die Gesundheit riskieren“, unterstreicht er die oberste Maxime.
Ein Neuzugang aus Berlin
Torwart Norman Dentzer, der negativ testete, übernahm unter der Woche das Training mit den gleichfalls negativ getesteten Spielern. Bleibt das so, kann eine VTZ-Mannschaft in Saulheim auflaufen. Reichen die gesunden Spieler, war unter anderem in den 108 Mails diskutiert worden. Nach letztem Stand – wie es sich entwickelt, bleibt abzuwarten – können sechs, vielleicht sieben Feldspieler ins VTZ-Trikot schlüpfen.
Zu ihnen wird Abderrahmane Belhadi gehören. Der 22-Jährige hat in Berlin beim Oranienburger HC gespielt. Nachdem er im Januar seine Ausbildung zum Betriebselektroniker bei Siemens beendete, sucht der Rückraumspieler, der auch Linksaußen spielen kann, im Südwesten eine neue berufliche Herausforderung. Übrigens, in einer weiteren Mail gab es auch noch eine gute Nachricht: Robin von Lauppert hat seinen Vertrag bei der VTZ verlängert.