Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Die fabelhafte Welt der Amelie Klein beim TTC Mittelbach

Konzentriert, ruhig und erfolgreich: Amelie Klein.
Konzentriert, ruhig und erfolgreich: Amelie Klein.

Die Saison des TTC Mittelbach II in der Kreisliga West läuft nahezu perfekt. Mittelbach ist das Maß aller Dinge und wird im nächsten Jahr in der Bezirksklasse West spielen.

Der TTC Dahn III war im Kreisligenpokal eine Nummer zu groß. In Höheinöd unterlag die Mittelbacher Zweite mit Amelie Klein im Endspiel, nachdem man den Topfavoriten, bei dem auch die ehemalige Zweitligaspielerin Monika Kiefer spielt, mächtig ärgerte. In der Liga zeigt sich aber auch, dass Mittelbach selbst sicher eine Klasse höher gut Schritt halten könnte.

Vor der Saison gezielt verstärkt

„Wir wollen schon als Meister aufsteigen. Es war unser Ziel, auch weil wir uns vor der Saison aus der ersten Mannschaft verstärkt haben, dass wir aufsteigen“, meint die Mannschaftsführerin des TTC Mittelbach II, Amelie Klein. Die 24-Jährige spielt bislang eine ganz starke Saison, holte 12:5-Siege im Spitzenpaarkreuz, erreichte das Halbfinale bei den südwestdeutschen Meisterschaften und hilft auch regelmäßig beim Tabellenzweiten, dem Bezirksligateam des TTC Mittelbach, aus. Auch in der Bezirksliga hat die Angriffsspielerin, die gerne als Ausgleich bouldert, eine Bilanz von 9:1-Siegen aufzuweisen. An der Platte selbst wirkt Klein sehr ausgeglichen, lässt sich von ihren Gegnerinnen kaum beeinflussen. Auch zuletzt bei den südwestdeutschen Meisterschaften, der letzten Qualifikationshürde zu den deutschen Meisterschaften, ließ sie sich selbst gegen die besten Gegnerinnen nichts anmerken. „Ich finde schon, man sollte an der Platte konzentriert und ruhig sein. Es bringt nichts, emotional zu werden“, meint Klein.

Amelie Klein hilft bei der Ersten aus

Der Vorjahresdritte vom TTC Mittelbach II zeigt sich auch deshalb in diesem Jahr verbessert, weil mit Michael Conzelmann, Noah Schallert und Tobias Zarth einige Akteure aus der Ersten dazukamen und durch Neuzugänge noch mal aufgewertet wurde. „Die Franzosen kommen oft zu uns, weil wir so nah an der Grenze sind. Es hat nichts damit zu tun, dass wir eine Freundschaft zu einem französischen Verein haben“, sagt Klein. Weil die Neuverpflichtungen, Jordan Guillaume Mertz und David Suplon, jedoch nicht regelmäßig spielen können, hilft Klein auch gerne in der Ersten aus. „Mir macht es nichts aus, auch zweimal am Wochenende zu spielen." Doch wie wichtig ist ein Aufstieg für die Mittelbacher? „Es wäre gut, auch für den gesamten Verein, wenn wir aufsteigen. Bei uns im Training ist richtig was los und wir haben eine gute Stimmung“, sagt Klein, die beobachtet, wie sich ihr Verein stetig weiterentwickelt.

Aufstieg steht bereits fest

„Das Hinspiel war schon richtig eng. Es ist eine echt gute Mannschaft. Ich gehe aber positiv in das Spiel“, blickt Klein auf den 9:7-Heimerfolg der Mittelbacherinnen gegen die BTTF Zweibrücken III zurück. Damals lag der TTC sogar mit 4:6 im Hintertreffen. Die erste Saisonniederlage, die bis heute vermieden werden konnte, drohte. Doch eine Serie von Siegen durch Patrick Steiner, Tobias Zarth, Günter Gaudeck und Sebastian Jager brachte die TTC-Zweite doch noch auf die Siegesspur.

Diesmal wurde es in fremder Halle bei den BTTF Zweibrücken III deutlicher. Einer 2:1-Führung nach den Doppeln folgte abermals eine Siegesserie. Amelie Klein siegte dabei gegen Zweibrückens Lukas Erb in fünf Sätzen. Michael Conzelmann (gegen Diana Thurner) siegte wie Patrick Steiner (gegen Michael Seebald) in vier Sätzen. Mittelbachs Noah Schallert hatte gegen Matthias Nowak seine Schwierigkeiten und siegte erst im fünften Satz. Einzig Stefan Bayer konnte neben dem Doppel Matthias Nowak/Stefan Beyer bei der 2:9-Niederlage für die BTTF III punkten.

Jetzt auch die Meisterschaft sichern

Für die Mittelbacher steht nun drei Partien vor dem Saisonende der Aufstieg fest, denn der TTC ist nicht mehr von einem der beiden ersten Ränge der Kreisliga West zu verdrängen. Die VT Contwig II liegt mit sieben Zählern Rückstand auf dem dritten Rang. Anders verhält es sich mit der Meisterfrage, denn die ist bei nur vier Zählern Vorsprung vor den BTTF Zweibrücken III noch nicht ganz geklärt.

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