Handball
Die aufrechten Acht der VTZ Saarpfalz halten in Saulheim lange mit
Eine kleine Zweibrücker Truppe – mit neuem Mittelmann und so wenigstens mit einem Auswechselspieler – trat in Saulheim an. Corona hat in den vergangenen zwei Wochen Spuren bei der VTZ hinterlassen, die zum wiederholten Male mit widrigen Umständen kämpfte. Aber was das Zweibrücker Team auszeichnet, ist Kampfgeist. Aufgeben? Keine Option! Auch wenn Glücksgöttin Fortuna erneut nicht auf der VTZ-Seite stand, und diesen Kampfgeist nicht zumindest mit einem Punkt belohnte.
Für die Spieler war klar, dass sie antreten, als sich abzeichnete, dass es zumindest eine Mannschaft aufs Spielfeld schaffen würde. „Sie haben gesagt, dass sie sich der schwierigen Aufgabe stellen. So kämpferisch, wie sie das gemacht haben, sind sie auch in Saulheim aufgetreten“, lobte Wiese seine acht Spieler. Das Team habe alles gegeben, so lange die Kraft reichte. Als die Kräfte und die Konzentration schwanden, nutzte das Saulheim, um den Heimsieg perfekt zu machen.
Gute Debüt von Neuzugang Abderrahmane Belhadi
Die Rheinhessen – vor Rundenbeginn als ein Titelanwärter gehandelt und aktuell im Niemandsland der Tabelle, in dem sich die VTZ auch gerne befinden würde – hatte eine komplett besetzte Bank mit 14 Spielern. Trotz personeller Veränderungen: Ex-Bundesliga-Spieler Patrick Weber ist kurzfristig in die Oberliga Hessen gewechselt. Seit Jahresbeginn ist der Sportliche Leiter Stefan Hörhammer auch Trainer, nachdem Patrick Horlacher sein Amt zur Verfügung stellte. Am Samstag fehlte auch der erfahrene SG-Spielmacher Mathias Konrad.
VTZ-Coach Wiese, der es rechtzeitig aus der Quarantäne auf die Bank schaffte, sah ein gutes Debüt von Neuzugang Abderrahmane Belhadi. Die nach mehreren Corona-Fällen verbliebene kleine Trainingsgruppe „hat es in der vergangenen Woche geschafft, ihm unsere Spielzüge etwas näherzubringen. Das hat gut funktioniert“, freute er sich über den Einstand, der Mut im Kampf um den Klassenverbleib gibt. Tomas Kraucevicius hatte das erste VTZ-Tor erzielt, Robin von Lauppert die ersten beiden Siebenmeterversuche genutzt und Hendrik Rolshausen zum zwischenzeitlichen 4:2 getroffen. Die VTZ machte deutlich, dass sie nicht gewillt war, Punkte abzuschenken.
Bis zum 18:19 ist die Partie offen
Allrounder Thomas Jung, diesmal wieder am Kreis gebraucht und dort unermüdlich rackernd, traf nach der Pause zum 11:9, 13:11 und 15:13 (38.). Das war die letzte Zwei-Tore-Führung für die VTZ. Sie hielt die Partie bis zum 18:19 durch Belhadi noch offen, schaffte es in den verbleibenden acht Minuten aber nicht mehr, noch mal auszugleichen.
So spielten sie
VTZ Saarpfalz: Dentzer - Kraucevicius (4/3), Belhadi (4), von Lauppert (5/1) - Stauch, Rolshausen (4/2) - Jung (4) – Flockerzie
Spielfilm: 4:4 (10.), 4:7 (15.), 7:7 (17.), 9:10 (Halbzeit), 13:15 (38.), 15:15 (40.), 21:18 (55.), 24:21 (Ende) - Zeitstrafen: 1:3 - Siebenmeter: 3/3 - 8/6 - Beste Spieler: Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Reichling/Messemer (HV Pfalz).