Zweibrücken „Das spart Benzinkosten“

Vor gut einer Woche öffnete der neue Netto-Markt in der Quebecstraße seine Türen. Die RHEINPFALZ fragte die Kunden vor Ort nach ersten Erfahrungen. Wir wollten wissen, was die Zweibrücker von dem neuem Markt erwarten und was die fußnahe Einkaufsmöglichkeit für Anwohner bedeutet.
Für Karl-Heinz Rzepka wurde es „höchste Zeit nach 50 Jahren Siedlung“, dass es neben dem Top-Markt in der Liebigstraße eine andere Einkaufsmöglichkeit gibt. Die Auswahl im Top-Markt sei nicht besonders groß. Daher habe er bisher meistens im Cap-Markt in der Stadtmitte eingekauft. Als Anwohner sei er froh, dass er nun auch zu Fuß einkaufen kann. „Da geh’ ich jetzt regelmäßig hin, liegt ja vor der Tür“, verrät er. Elena Becker freut sich, dass es nun einen Markt gibt, den ihre Schwiegermutter zu Fuß erreichen kann. „Sonst machen wir unseren Großeinkauf mit dem Auto immer bei Aldi in Ixheim“, erzählt sie. „Manche Discounter-Produkte schmecken mir einfach besser als die teuren Marken.“ Deshalb kaufe sie oft in mehreren Märkten ein, um ihre Lieblingswaren zu bekommen. Rolf Frey vom Fasanerieberg kam gestern zum ersten Mal in die neue Filiale. Er erwarte, dass der Markt moderner eingerichtet ist als die Filialen von Aldi und Lidl, in denen er sonst einkauft. Jeden Donnerstag mache er dort seinen Wocheneinkauf. „Wenn mir der neue Supermarkt gefällt, komme ich in Zukunft donnerstags hierher“, kündigt er an. Außerdem plane er fürs Alter vor: „Ein Lebensmittelgeschäft in Fußnähe wird dann seine Vorteile haben.“ „Die haben eine super Auswahl an frischem Obst und Gemüse“ schwärmt Richard Dosoudil aus der Canadastraße. Dafür wäre er bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Bisher sei er zum Einkaufen nach Bubenhausen oder Niederauerbach gefahren. Er habe zwar keinen Markt in der Nähe vermisst, ungelegen komme der neue Netto aber nicht, sagt Dosoudil. Calvin Fidan aus der Landauer Straße testet mit Frau und Kindern den neuen Netto. „Sonst fahren wir zu allen möglichen Discountern. Wir sind da auch nicht markentreu.“ Nun wolle die Familie ihren Großeinkauf öfter hier erledigen, zumal der Kindergarten in der Nähe sei. Für Harald Lehmann und seine Frau ist die Größe des Sortiments zweitrangig. „Wir kaufen das, was alten Leuten schmeckt: Joghurt, Weißbrot, Wurst. Wir sind ja sparsame Leute“, erzählt er und lacht. Die beiden wohnen in der Nähe, fahren normalerweise alle zwei oder drei Tage zu Wasgau in Ixheim. „Wir sind neugierig. Vielleicht etabliert sich das bei uns als neuer Stammmarkt.“ Auch Vitaliy Zwezich aus der Pasteurstraße findet es bequem, um die Ecke einkaufen zu können. „Das spart Benzinkosten.“ Bisher sei er zu Globus gefahren. Der ansässige Top-Markt sei vor allem für russische Kunden ausgelegt. „Ich mag die deutschen Produkte lieber“, gesteht er und grinst. Monika Andres packt normalerweise einmal im Monat das Auto einer Freundin mit Einkäufen voll. Jetzt könne sie auch mal zwischendurch zu Fuß die benötigten Lebensmittel einkaufen. „Das ist schon praktisch.“