Zweibrücken Bipontina macht Eindruck

Kamil Kaczmarek, Ida Ilmer und Bartek Andrzejewski (von links) haben die Woche über in Gersheim in Spohns Haus übernachtet, zusa
Kamil Kaczmarek, Ida Ilmer und Bartek Andrzejewski (von links) haben die Woche über in Gersheim in Spohns Haus übernachtet, zusammen mit Schülern des Helmholtz-Gymnasiums.

Eine Projektwoche verbrachten polnische Oberschüler aus Leszno mit Elftklässlern aus dem Geschichte-Leistungskurs des Helmholtz-Gymnasiums. Die 48 Jugendlichen gingen gemeinsam Spuren nach, die Stanislaus Lesczynski in Zweibrücken und Nancy hinterlassen hat. Der polnische König verbrachte die Jahre 1714 bis 1719 im politischen Exil in Zweibrücken. Die polnischen Schüler untersuchten mit ihren deutschen Austauschpartnern diese Zeit. Die RHEINPFALZ hat drei 17-jährige Oberschüler zu ihrer Begegnung mit gleichaltrigen Deutschen und der Bedeutung eines europäischen Austauschs befragt.

Sie haben in dieser Woche Spuren von Stanislaus Lesczynski bis nach Zweibrücken und Nancy verfolgt. Was hat Ihnen hier gut gefallen? Kamil Kaczmarek:

Es war schön, die Biblioteca Bipontina zu sehen. Sie haben da sehr viele schöne, sehr alte Bücher. Das war für mich spannend, diese Bücher zu sehen. Man konnte auch Bücher sehen, die von Hand geschrieben wurden. Ida Ilmer: Mich haben auch die historischen Gebäude in der Innenstadt beeindruckt. Was war denn nicht so toll? Ida Ilmer: Das Wetter. Bartek Andrzejewski: Es hat viel geregnet, und es war kalt. Aber die Atmosphäre während der Zeit war erwärmend. Stanislaus Lesczynski, der von 1714 bis 1719 in Zweibrücken wohnte, verbindet unsere Stadt mit Polen. Wie bedeutsam ist das für Sie? Kamil Kaczmarek: Ich wusste vorher nur, dass Zweibrücken existiert. Jetzt weiß ich, wie eng Zweibrücken, Polen und Franzosen miteinander verbunden sind. Stanislaus ist ein Mann, der uns alle miteinander verbunden hat. Bartek Andrzejewski: Wir interessieren uns allgemein für Geschichte, und dieser Besuch war für uns wichtig. Kamil Kaczmarek: Lesczynski war ja auch Schüler unserer Schule. Bartek Andrzejewski: Unsere Schule trägt sogar den Namen der Familie von Lesczynski. Ist ein Schüleraustausch für Sie in einer Generation, die sich in Europa frei bewegen kann, überhaupt noch etwas Bedeutendes? Bartek Andrzejewski: Ohne einen Schüleraustausch hätte ich nie erfahren, was für Menschen unsere Freunde aus dem Helmholtz sind. Ich weiß nun, dass ich über Europa verteilt noch andere Freunde habe, die die gleichen Interessen haben wie ich. Ida Ilmer: Ich fand den Austausch wichtig, um neue Leute kennenzulernen. Unser Deutsch hat sich auch verbessert. Wie kommt es, dass Sie an der Schule die deutsche Sprache lernen? Bartek Andrzejewski: Deutsch ist an unserer Schule die zweite Fremdsprache. Die Erste ist Englisch. Kamil Kaczmarek: Ein Austausch ist eine gute Gelegenheit, unsere Sprache zu verbessern. Das funktioniert am Besten mit unseren gleichaltrigen Freunden hier. Weil wir gemeinsam die Sprache der Jugendlichen sprechen. Bartek Andrzejewski: Am Wichtigsten ist es, dass man sich von Angesicht zu Angesicht trifft. So sagt man das in Polen. Wir werden mit unseren Freunden in Kontakt bleiben. Über Whatsapp.

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