Handball
Auswärtsfluch der Zweibrücker SV-Frauen gegen Aufsteiger hält an
Fast die halbe Mannschaft ersetzen zu müssen, ist derzeit eine zu große Herausforderung für die Zweibrückerinnen. Für die junge Mannschaft heißt es jetzt Erfahrungswerte sammeln und sich weiter aufeinander abstimmen. Zwischen beiden Strafräumen „haben wir die Sache wirklich gut gelöst, haben uns Chancen erarbeitet, haben in der Abwehr gut gearbeitet“, war SV-Trainer Rüdiger Lydorf über weite Strecken zufrieden mit dem, was sich auf zwei Drittel der Spielfläche abspielte. Aber in den spielentscheidenden Zonen, da lief bei seiner Mannschaft nicht viel zusammen. „Man kann es ganz kurz sagen. Wenn man seine Chancen nicht nutzt, und das haben wir nicht getan, ist es schon fast unmöglich, ein Spiel zu gewinnen. Wenn dann auch kein Ball gehalten wird, wird es unmöglich“, bilanzierte der SV-Coach.
„Ich glaube nicht, dass wir 50 Prozent erreicht haben“, verwies er auf die fehlende Wurfeffektivität. Allein vom Siebenmeterpunkt zeigten die Zweibrückerinnen sechsmal Nerven, gingen sie sechsmal im Duell mit der Saarbrücker Torhüterin als Verliererinnen von der Strafwurflinie weg. Sechs Treffer, die zum Unentschieden gereicht hätten. „Aber wir haben nicht nur Strafwürfe vergeben, sondern auch unzählige freie Würfe nicht im Tor untergebracht“, so Lydorf.
Zu Beginn noch ordentlich mitgehalten
Dass es eine schwere Aufgabe werden würde, vor allem angesichts der derzeit schwierigen Umstände, war schon im Vorfeld klar. Saarbrücken startete etwas erfolgreicher ins Spiel, doch nach zehn Minuten gelang Jasmina Zimmermann der Treffer zum 5:5-Ausgleich, dem sie gleich darauf das Tor zum 6:6 folgen ließ. Zwei Treffer von Janine Baus – und Zweibrücken führte mit 8:6. Aber Saarbrücken nutzte die Abschlussschwächen der SV-Damen, um auszugleichen. Mit einem 12:12-Unentschieden ging es in die Kabine.
Zwei der besagten sechs Strafwürfe vergaben die Zweibrückerinnen dann zwischen der 34. und 42. Minute. Unter anderem das ermöglichte es der Saarbrücker Truppe, entscheidend auf 20:16 davonzuziehen. Dazu nutzten vor allem die Saarbrücker Außenspielerinnen Schwächen im Zweibrücker Torhüterspiel. Das summierte sich, und es gelang den Zweibrückerinnen, die kaum Wechselmöglichkeiten hatten, nicht, den Schalter noch mal umzulegen. Am Ende blieb es beim SV-Fluch: Auswärtsspiele bei einem Aufsteiger enden mit unnötigen Niederlagen. „Die Serie hat leider weiter Bestand“, bedauert Lydorf. Saarbrücken freute sich über den ersten Saisonsieg im zehnten Ligaspiel.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm, Huber (ab 40.) - Baus (10/2), Dzialoszynski (6), Frank (1) - Bullacher, Zimmermann (2) - Müller (3) - Hilz, Luga
Spielfilm: 6:6 (13.), 6:8 (14.), 12:12 (Halbzeit), 14:14 (34.), 20:16 (43.), 24:20 (55.), 28:22 (Ende) - Zeitstrafen: 2:1 - Siebenmeter: 3/2 - 9/3 - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Antosch/Stadelmeier (HV Rheinhessen).