Zweibrücken Arbeitslosenquoten fallen im Oktober

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich nach Einschätzung der Agentur für Arbeit weiterhin günstig. Westpfälzische Unternehmen bieten aktuell über die Agentur 3468 Stellen an, das sind 801 mehr als im Vorjahr. Wie in der ganzen Westpfalz, gab es im Oktober in der Stadt Zweibrücken und im Landkreis Südwestpfalz weniger Arbeitslose als im September und auch weniger als im Oktober vor einem Jahr.
Im die Westpfalz umfassenden Agenturbezirk Kaiserslautern/Pirmasens waren laut dem gestern veröffentlichten Monatsbericht 17 350 Menschen auf Jobsuche, 333 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkt auf 6,3 Prozent. In Zweibrücken waren es 1314 Arbeitslose (Quote: 7,3 Prozent, eine Verbesserung um 0,2 Punkte), im Landkreis 2147 (4,1 Prozent, minus 0,1 Punkte). „Die positive Entwicklung in den westpfälzischen Städten und Landkreisen hat sich fortgesetzt“, sagt der Leiter der Agentur Kaiserslautern/Pirmasens, Hans-Joachim Omlor. Allerdings seien nicht mehr so große Sprünge dabei, vor einem Jahr sank die Arbeitslosigkeit stärker. Als Gewinner der Entwicklung am Arbeitsmarkt bezeichnet Omlor die Unter-25-Jährigen. 1745 sind zwar noch im Agenturbezirk in der Vermittlung, das sind aber 175 weniger als vor einem Jahr. „Die günstige Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen von 5,8 Prozent zeigt, dass gut ausgebildete und junge Fachkräfte in der Region gebraucht werden und diese auch Chancen erhalten“, so Omlor. Bei den Über-50-Jährigen, die es gewöhnlich nach einem Jobverlust schwerer haben, wieder Fuß zu fassen, war die Entwicklung aber gleichfalls ermutigend: 6218 Jobsuchende sind 307 weniger als im Oktober 2014. Die Agentur beleuchtet im jüngsten Monatsbericht auch die Situation von Arbeitsuchenden nicht deutscher Staatsangehörigkeit. Im Oktober waren 2302 ausländische, vermittelbare Männer und Frauen ohne Job. Das waren 13,3 Prozent aller in der Westpfalz gemeldeten Arbeitslosen. Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeige einen merklichen Anstieg um 281 (13,9 Prozent). Damit seien erste Auswirkungen des Zuzugs von Flüchtlingen zu sehen. Man stehe aber erst ganz am Anfang dieser Entwicklung am Arbeitsmarkt, so Omlor. In Zweibrücken verteilten sich die 1314 arbeitslos Gemeldeten im Oktober auf 398 Bezieher von Geld aus der Arbeitslosenversicherung und 916 sogenannte Hartz-IV-Bezieher. Bei den Versicherten waren es 15 weniger als im September, bei den Hartz-IV-Beziehern 23. Im Landkreis verteilten sich die 2147 Arbeitslosen auf 1151 in der Versicherung und 996 vom Landkreis Betreute. (cps)