Zweibrücken 10 Jahre ohne evangelisches Krankenhaus: Ex-Angestellte erinnern sich

Im September 2016 hat das evangelische Krankenhaus für immer geschlossen. Seitdem trohnt das siebenstöckige Hochhaus auf dem Him
Im September 2016 hat das evangelische Krankenhaus für immer geschlossen. Seitdem trohnt das siebenstöckige Hochhaus auf dem Himmelsberg über der Stadt.

Vor zehn Jahren hat das evangelische Krankenhaus für immer geschlossen. Wie blicken Ex-Mitarbeiter auf die Zeit zurück? Wie ging es für sie nach dem Aus weiter?

Vor zehn Jahren, im September 2016, hat das evangelische Krankenhaus in Zweibrücken für immer geschlossen. Die RHEINPFALZ hat mit Ex-Mitarbeitern der Klinik gesprochen. Wie war es, damals im Evangelischen zu arbeiten? Wie haben die Mitarbeiter die Monate vor der Schließung erlebt? Wie geht es für sie weiter? Welche Zukunft sehen sie für ihr Evangelisches? Bisher sind folgende Teile erschienen:

Doris Schindler kennt noch das alte evangelische Krankenhaus. Dort hat sie ihre Karriere begonnen, ehe es in den Neubau ging. Sie erinnert sich noch, wie sie eine Schüssel Mehl vom Altbau in den Neubau getragen hat.

Als das evangelische Krankenhaus schloss, verloren viele mehr als nur ihren Arbeitsplatz. Für Hebamme Tanja Roth war es ein Einschnitt, der ihr Leben nachhaltig verändert hat. Heute steht in ihrer Praxis noch ein ganz besonderes Erinnerungsstück.

Das Aus des evangelischen Krankenhauses hatte eine deutliche Auswirkung auf die Geburtenstatistik. Waschechte Neu-Zweibrücker, die die Rosenstadt als Geburtsort in ihrem Pass stehen haben, gibt es kaum noch.

Im Jahr 1999 hat Viktor Lautenschläger angefangen, im evangelischen Krankenhaus in Zweibrücken zu arbeiten. Auch seine Frau Raissa war in der Klinik tätig. Beide erinnern sich gerne an diese Zeit, die für beide schon vor der Schließung vor zehn Jahren endete.

Peter Diehl und Michael Schon haben Jahrzehnte ihres Arbeitslebens im Evangelischen Krankenhaus verbracht. Diehl war OP-Pfleger, Schon Anästhesist. Letzterer zieht sogar Parallelen zwischen dem Evangelischen und der Schwarzwaldklinik. Und der RHEINPFALZ berichteten sie von einem Betriebsausflug nach Paris.

Helmut Kreiners Leben ist eng mit dem evangelischen Krankenhaus verwurzelt. Bei der „Geburt“ des Hauses war er dabei; ebenso beim Klinik-Ende. Seine Frau hat er im Evangelischen kennengelernt, seine drei Kinder haben dort das Licht der Welt erblickt. Ein Erinnerungstück steht standesgemäß für seine Tätigkeit als Brandschutzbeauftragter des Krankenhauses.

Er war Kesselwärter und Mädchen für alles: Christian Gab arbeitete 20 Jahre im evangelischen Krankenhaus. In seiner Dienstzeit hat er jede Ecke, jeden Winkel der Klinik gesehen. Und es gab viele ungewöhnliche Aufträge. Einmal musste er einen Sarg zulöten, damit dieser nach Südosteuropa überführt werden konnte.

Irmela und Michael Kropp arbeiteten im Evangelischen in der selben Abteilung: sie als Anästhesistin, er als Anästhesie-Pfleger. Joachim Kropps letzte Schicht war am Freitag des Stadtfestes 2016. Auch Irmela Kropp weiß noch genau, wie sie ihre Sachen abgegeben hat. „Ich habe nur noch geheult. Es ist unglaublich, was da passiert ist. Und wir hatten so sehr gekämpft.“

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