Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel 0:4 gegen SVN II: Nicht der Tag von Philipp Enkler (Contwig II)

Zweimal erzielte Contwigs Angreifer Philipp Enkler (in Rot) wie hier einen Treffer, der wegen Abseitsstellung zurückgenommen wur
Zweimal erzielte Contwigs Angreifer Philipp Enkler (in Rot) wie hier einen Treffer, der wegen Abseitsstellung zurückgenommen wurde. Niederauerbachs Keeper Viktor Lorenz wäre geschlagen gewesen.

Spitzenreiter Palatia Contwig II verliert das C-Klasse-Topspiel gegen den auf Rang zwei liegenden SVN Zweibrücken II mit 0:4, aber Trainer Hopkins hat eine gute Nachricht.

Es lief am Samstag die 90. Minute im Spitzenspiel der Fußball-C-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West zwischen Palatia Contwig II und dem SVN Zweibrücken II, als Contwigs Stürmer Philipp Enkler den Ball zum dritten Mal über die Torlinie bugsierte. Nach diesem Abschluss hat sich Enkler allerdings, anders als nach seinen beiden anderen erzielten Toren gewünscht, dass der Unparteiische dieses Mal wieder auf Abseitsstellung entscheidet und den Treffer nicht anerkennt. Denn anders als in der 65. und 79. Minute traf Enkler nicht ins gegnerische, sondern dieses Mal ins eigene Gehäuse. Doch nun zählte der Treffer, und so verlor der Tabellenführer mit 0:4 (0:1).

Es war die erste Heimniederlage in dieser Saison und zugleich die zweite Niederlage in Folge gegen den ersten Verfolger aus Niederauerbach. „Die gute Nachricht heute ist die, dass wir immer noch elf Punkte Vorsprung auf Platz zwei haben“, sagte der Trainer von Contwig II, Charles Hopkins. Zwar habe er viele Ausfälle zu verzeichnen gehabt, doch er wollte dies keineswegs als Ausrede zählen lassen. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Gäste aus der ersten Mannschaft unter anderem den ständigen Unruheherd auf der rechten Seite, Rahim Hadjadj, im Spitzenspiel eingesetzt haben. Von solchen Möglichkeiten habe die Palatia auch schon Gebrauch gemacht in dieser Saison, wiegelte Hopkins ab: „Sie haben das Spiel verdient gewonnen, sie waren in der zweiten Halbzeit viel besser als wir. Sie waren engagierter, sind mehr in die Zweikämpfe gegangen, da waren wir schläfrig. Wir haben die Treffer in der Anfangsphase einfach verpasst.“

Winklers Pfostentreffer

Die Gastgeber hatten es in den ersten 20 Minuten selbst auf dem Fuß gehabt, für einen anderen Verlauf des Spiels vor gut 70 Zuschauern zu sorgen. Ohne langes Abtasten ging es zwischen beiden Teams hin und her. Der Contwiger Marlon Winkler traf den Pfosten (9.). Die Contwiger Defensivreihe hatte die Gäste-Offensive zunächst ein Stück weit besser im Griff als andersherum. Antonio Raimondi und Philipp Semar in der Innenverteidigung dirigierten ihre Vorderleute aufmerksam und waren selbst beide kompromisslos im Umgang mit den Angreifern.

Die Niederauerbacher befreiten sich dann aber mit hohen Bällen von den Offensivanläufen der Palatia. Auf der rechten Außenseite tankte sich der flinke SVN-Kapitän Aaron Feß durch, seine Flanke in den Strafraum kam genau auf den Fuß von Rahim Hadjadj. Der passte mit Übersicht und dem Rücken zum gegnerischen Tor an die Strafraumkante zum besser postierten Robert Siko (26.), der platziert mit links zur Gästeführung vollendete.

Reflex von Lorenz

Gleich nach der Halbzeitpause waren wohl noch nicht alle bei den Platzherren mit ihren Gedanken wieder auf dem Platz. Hendrik Hunsicker machte das 0:2 (48.). Der unangefochtene Tabellenführer versuchte, den Rückstand aufzuholen. Die beiden eingangs erwähnten Enkler Abseitstreffer (65. und 79.) sprangen unter anderem dabei heraus. Genauso die reflexartige Handbewegung von SVN-Torwart Viktor Lorenz, als er den sicheren Anschlusstreffer von Yannik Klein vereitelte (69.).

Die Niederauerbacher untermauerten am Samstagnachmittag ihre Ambitionen auf den zweiten Aufstiegsplatz. Sauber vorbereitet und klar herausgespielt das 0:3 (89.). Theodoros Kaltsidis brauchte dazu nur noch den Fuß an den Ball zu bringen. Hadjadj hatte seine Gegenspieler zuvor ausgestanzt und uneigennützig quergelegt.

Schmidts Fazit

Anders als Charles Hopkins sah SVN-Coach Jan Schmidt die vier eigenen Treffer als gerechtfertigt aufgrund der Torchancen an. „Ich finde, wir hätten ein, zwei Dinger von Contwig kassieren können in der ersten Halbzeit. Dann liest es sich anders, aber sie haben sie eben nicht gemacht“, stellte Schmidt fest. Einer Meinung waren beide Trainer, dass der Auswärtserfolg verdient war. Schmidts Fazit: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Nur in der ersten Halbzeit mit den weitgekloppten Bällen haben wir uns selbst zu viel Unruhe hineingebracht. Die zweite Halbzeit hat der Zugriff schon in der Spielfeldmitte gestimmt, und dadurch waren wir die bessere Mannschaft.“

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