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Zweibrücken

Zweibrücken: Hebamme für Geburtshaus gesucht

Von Barbara Sittinger

Die Weiße Kaserne vom Flugzeug aus gesehen. Das Foto entstand vor vier Jahren. Seither hat sich dort nicht viel verändert.

Die Weiße Kaserne vom Flugzeug aus gesehen. Das Foto entstand vor vier Jahren. Seither hat sich dort nicht viel verändert. ( FotoS: Steinmetz)

Schön, aber morbide. Die meisten Kasernen-Gebäude stehen seit über 20 Jahren leer. Es fehlt jemand, der sie herausputzt.

Schön, aber morbide. Die meisten Kasernen-Gebäude stehen seit über 20 Jahren leer. Es fehlt jemand, der sie herausputzt. ( )

SPD-Stadtratsmitglied Dirk Schneider hat bislang noch keine Hebamme gefunden, die die Verantwortung für ein Geburtshaus übernehmen würde. Nur so könnten Zweibrücker Frauen weiterhin in der Stadt entbinden.

Unterstützer gesucht

Dirk Schneider hält an seiner Vision von einem Zweibrücker Geburtshaus fest (wir berichteten zuletzt am 29. Mai). Das Stadtratsmitglied (SPD) macht sich für ein Geburtshaus stark, damit Frauen weiterhin in Zweibrücken entbinden können, nachdem das Evangelische Krankenhaus geschlossen hat.

„Ich verfolge den Plan weiter. Es muss Geld gesammelt werden, man braucht Unterstützer und eine Hebamme, die das machen will. Das ist der springende Punkt“, so Schneider auf Anfrage. Er hat bisher allerdings noch keine Hebamme gefunden, die die Verantwortung für ein Geburtshaus übernehmen würde.

Hebammenpraxis arbeitet mit Pirmasens zusammen

Ein Geburtshaus dürfe man nicht verwechseln mit einer Hebammenpraxis, betont der sozialdemokratische Politiker Schneider. In der neuen Hebammenpraxis, die sich „Hebammenhaus“ nennt und im Juni in Zweibrücken eröffnete könne man nicht gebären. Die dort tätigen Hebammen arbeiteten mit dem Städtischen Krankenhaus Pirmasens zusammen und dort kämen die Kinder dann auch zur Welt, sagt Schneider. Er hingegen setze sich für ein richtiges Geburtshaus ein, damit Schwangere ihre Kinder in Zweibrücken zur Welt bringen können.

Die Hebammenverbände hätten zwischenzeitlich die Parteien angeschrieben und um eine Stellungnahme zu verschiedenen Punkten, die den Hebammen unter den Nägeln brennen, gebeten, ergänzt Schneider. Aus den Antworten geht hervor, dass sich die Parteien unisono für eine flächendeckende Grundversorgung und die Suche nach neuen Versorgungsformen und alternativen Möglichkeiten einsetzen wollen, nachdem vielerorts geburtshilfliche Abteilungen schlossen.

Weite Wege für Zweibrückerinnen

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit fünf Geburtshäuser: in Diez an der Lahn, in Saarburg, Koblenz, Bad Sobernheim im Hunsrück und Bad Dürkheim. Schwangere in Zweibrücken und Umgebung müssen zur Entbindung nach Pirmasens, Homburg, Neunkirchen, Landstuhl oder in eine noch weiter entfernte Klinik fahren, seitdem das Evangelische Krankenhaus mitsamt seiner Geburtsabteilung vor einem Jahr schloss.

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