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Montag, 19. November 2018 Drucken

Zweibrücken Land

Ziel: „Mit Abstand stärkste Fraktion stellen“

Waldfischbach-Burgalben: CDU Südwestpfalz stellt Kandidatenliste für Kreistagswahl auf – Junge Kandidaten auf aussichtsreichen Plätzen – Wenige Frauen

von Christian Clemens

Parteilos:Beate Schnur

Parteilos:Beate Schnur ( Archivfoto: Mehn)

Für die JU auf Platz zehn: Marcel Schäfer

Für die JU auf Platz zehn: Marcel Schäfer ( Foto: Clemens)

Der älteste Kandidat:Willi Schwarz

Der älteste Kandidat:Willi Schwarz ( Foto: Clemens)

Der jüngste Kandidat:Eric Brüderle

Der jüngste Kandidat:Eric Brüderle ( Foto: Clemens)

Mit dem Aufstellen ihrer Liste für die Kreistagswahl am 26. Mai hat die CDU Südwestpfalz am Samstag in Waldfischbach-Burgalben den Startschuss für das Kommunalwahljahr 2019 gegeben. Kreisvorsitzender Christof Reichert hat für die Wahl ein klares Ziel formuliert: „Wir wollen die mit Abstand stärkste Fraktion stellen“.

Diese Rolle hat die CDU mit 17 Sitzen bereits im aktuellen Kreistag inne. Zusammen mit der SPD (12 Sitze) bildet sie eine große Koalition. Daneben stellt sie mit Susanne Ganster die Landrätin und hat mit Christof Reichert und Martina Wagner die Posten des zweiten und der dritten Beigeordneten inne. Eine starke CDU-Fraktion im nächsten Kreistag – womöglich wieder in Koalition mit der SPD – würde der Landrätin die Arbeit erleichtern. Kein Wunder also, dass sie in ihrem Grußwort den Zusammenhalt der Christdemokraten beschwor. Wie bisher müsse man als „CDU geschlossen auftreten und an einem Strang ziehen“, forderte sie.

Und sie wurde erhört – zumindest was die Verteilung der Listenplätze angeht. Der nach Proporz ausgetüftelte Vorschlag des Kreisvorstandes, der unter anderem Alter, Geschlecht und Größe der sieben Gemeindeverbände berücksichtigt, fand die Zustimmung der 120 anwesenden Vertreter. Gegenkandidaten gab es keine, und die meisten Vorgeschlagenen erhielten um 90 Prozent Zustimmung oder sogar darüber.

Das schwächste Ergebnis – wie vor fünf Jahren als er für die Junge Union Listeplatz zehn belegte – fuhr der diesmal an Platz zwei gesetzte Timo Hornung aus dem Gemeindeverband Rodalben ein. Bei acht Enthaltungen erhielt er 40 Nein-Stimmen. Das zeigt, dass der 33-Jährige parteiintern umstritten ist. Dabei hat Hornung, der im März zum CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden in Rodalben gewählt wurde, seitdem dazu beigetragen, dass bei der CDU verstärkt Sachthemen in den Vordergrund rücken, hat sich beispielsweise beim Schwimmbad Biebermühle eingebracht. Womöglich ist aber der Zwist innerhalb der Rodalber CDU in den vergangenen Jahren nicht vergessen. Denn mit seinem Vorgänger als Gemeindeverbandsvorsitzender, Georg Schäfer aus Clausen, und Michael Rösel aus Leimen, blieben zwei weitere Rodalber Kandidaten unter 80 Prozent. Gleiches gilt, wenn auch nur knapp, für Markus Pohl (Hauenstein). Ausreißer nach oben waren unter anderem Ansgar Uelhoff (97 Prozent), Josef Bauer, Beate Schnur und Tobias Dreßler (alle 96 Prozent).

Der 32-jährige Dreßler, Vorsitzender des Gemeindeverbandes Thaleischweiler-Wallhalben, steht auf Listenplatz neun und ist neben Hornung und dem 23 Jahre alten Marcel Schäfer aus Hermersberg, der für die Junge Union auf Platz zehn kandidiert, einer der jungen Bewerber, die gute Aussichten haben, in den Kreistag einzuziehen. Eric Brüderle, mit 20 Jahren jüngster Bewerber, dürfte den Sprung von Platz 37 wohl nicht schaffen. Der älteste Kandidat – lässt man den 69-jährigen Nachrücker Wolfgang Morio außer Acht – ist mit 67 Jahren Willi Schwarz (Platz 17). Das Durchschnittsalter der Bewerber liegt unter 50 Jahren, zwei Jahre jünger als 2014. Mit Werner Dillenkofer, Bettina Groh, Werner Lelle, Alois Schmitt und Klaus Müller stehen fünf aktuelle Kreistagsmitglieder nicht mehr auf der Liste.

Wie viele Sitze die CDU ergattern kann, hängt auch davon ab, wie sich die Veränderungen in der Parteienlandschaft auswirken. Wie schneidet beispielsweise die AfD ab? Und können die Grünen im Kreis vom Aufwind ihrer Partei profitieren? Verstecken müsse sich die CDU jedenfalls nicht, betonte Reichert, der mit 91 Prozent auf Listenplatz eins gewählt wurde. „Wir haben nicht nur versprochen, wir haben geliefert“, sagte er unter anderem mit Verweis auf den B 10- und den Breitbandausbau, Investitionen in Schulen und beschlossenen Verbesserungen mit Öffentlichen Personennahverkehr. Dass man stolz auf das sein sollte, was die CDU in den vergangenen Jahren geleistet habe, betonte Christian Baldauf, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, der bei der Versammlung über die Bundes- und Landesebene referierte.

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