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Donnerstag, 10. Januar 2019 Drucken

Zweibrücken: Lokalsport

Vollgas oder Notbremsung?

Motorsport: Entscheidung über Zukunft des Grasbahnrennens fällt im Sommer

Andreas Blatt

Start zum Lauf der internationalen Lizenzfahrer um den silbernen Helm des ADAC im September 2018.

Start zum Lauf der internationalen Lizenzfahrer um den silbernen Helm des ADAC im September 2018. ( Archivfoto: Moschel)

«Zweibrücken.»Mit einer Neuerung wollte der Motorsportverein (MSC) Zweibrücken die Zukunft des Zweibrücker Grasbahnrennens sichern. Die 57. Auflage wurde erstmals nicht am ersten Julisonntag, sondern am ersten Sonntag im September ausgetragen. Das Fazit rund vier Monate später fällt zwiespältig aus, eine weitere Austragung ist ungewiss.

„Die Rennen waren top und auf hohem Niveau. Auch die Fahrer waren von der anspruchsvollen Bahn wieder begeistert. Allerdings war die Zuschauerzahl von rund 2500 nicht befriedigend“, so die Erkenntnis von MSC-Rennleiter Heiko Zeiter. Mit 3000 Besuchern wurde im Vorfeld kalkuliert: „Immerhin konnten unsere Kosten noch gedeckt werden, und wir mussten nicht drauflegen.“

Die Verringerung von vier auf drei Starterfelder bei den Senioren wirkte sich positiv aus. Zeiter: „Neben eingesparten Kosten für die Fahrer war der Ablauf der Rennen straffer, es gab vor den jeweiligen Rennen keine langen Wartezeiten.“

Aber wie geht es nun weiter mit den Rennen auf der Zweibrücker Rennwiese? „2019 findet definitiv kein Rennen statt. Wir waren ja schon vorher in einem Zwei-Jahres-Rhythmus. Den wollen wir beibehalten. Ob es 2020 zur nächsten Auflage kommt, entscheidet sich im Sommer diesen Jahres“, sagt Zeiter. Nach dem Rennen wurde die Rennbahn jedenfalls wieder neu präpariert. Sie wurde aufgerissen, begradigt, neuer Mutterboden aufgebracht und neuer Rasen gesät. Dies alles rechtzeitig, damit bis zum Winter noch genügend Zeit zum Anwachsen war.

„Wenn wir uns für eine Fortsetzung entscheiden, wollen wir uns für 2020 um einen sogenannten Prädikatslauf bewerben. Dies wäre ein Lauf um den deutschen Bahnpokal oder die deutsche Meisterschaft“, so Zeiter. Eine solche Veranstaltung würde den Motorsportclub günstiger kommen als ein freies Rennen: „Bei freien Rennen bewegen wir uns bei den Startgeldern in anderen Kategorien.“ Ein solcher Endlauf in der Seniorenklasse wäre ein Novum für die Zweibrücker Rennwiese. Vor Jahren fand einmal der Endlauf einer Schülerklasse statt.

„Auf alle Fälle wollen wir beim Termin im Spätsommer bleiben. Der Juli-Termin war in Bezug auf die Zuschauerzahl noch schwächer. Ob wieder der erste Sonntag im September oder ein, zwei Wochen früher oder später, da legen wir uns noch nicht fest. Das ist in Abhängigkeit von den anderen Bahnsportterminen zu sehen“, erklärt der Rennleiter.

Abgesehen von den finanziellen Aspekten sei es auch immer schwieriger, genügend Helfer für die Veranstaltung zu finden. „Unsere Mitglieder werden nicht jünger. Wir sind auf immer mehr befreundete Helfer angewiesen“, sagt Zeiter. Hinzu kommen immer höhere Kosten für die Infrastruktur. Zeiter: „2018 war zum Beispiel der Kauf der Strohballen ein großer Posten. Hier gilt es, für die Rennen alle Kräfte zu bündeln.“

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